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PTYL, ein Ein-Mann-Projekt aus Israel, das laut Presse eines DER Newcomer 2005 sein soll, eröffnete das Danse Macabre Festival und präsentierte
Stücke von seinem Europa-Debüt-Album "Hell Sounds".
Kantiger, eher rauher, jedoch nicht uninteressanter "Trash-Electro", traf auf eine gewöhnungsbedürftige Stimme, was die Songs nicht so einfach
zugänglich machte, eher sperrig wirken ließ.
Neben dem Frontmann PTYL gab's auch noch was für's Auge in Form einer rauchenden und biertrinkenden (wenn sie nicht gerade das Gebräu auf der Bühne verteilte)
Vortänzerin. In einem Song ließ sie sich, auf einem Stuhl sitzend, vom Frontmann "besteigen". Ansonsten hatte sie, mal abgesehen vom Ausführen
rhythmischer Bewegungen, scheinbar keine weitere Funktion. Nett anzuschauen war sie allemal. *g*
Die im Hintergrund laufende Videoshow wurde zwischendurch kurzzeitig unfreiwillig gestört, Bill Gates "letzte Rache" hatte mal wieder zugeschlagen.
Auftritt insgesamt ok, wenn auch nicht unbedingt mitreißend. Die kleinen Schnitzer wie das von der Bühne fliegende Mikro sorgten für zusätz-
liche Unterhaltung. Die Tonne war zu diesem Zeitpunkt nur etwa halbvoll.

Interessanter fand ich den Auftritt von THE INVINCIBLE SPIRIT (ehemals The Invincible Sex). Treibende EBM-Beats, gepaart mit der klaren
Stimme von Frontmann Thomas heizten mühlelos die Stimmung an. Einen Ausblick auf das kommende Album gewährte "Push", ein Song, der künftig sicherlich
auch in den Clubs häufiger zu hören sein wird. Der Auftritt wirkte schon sehr professionell, was nach 20 Jahren Bandbestehen (mit Unter-
brechnung) wohl auch zu erwarten war.
Während Thomas die ganze Zeit über die Bühne fegte, hielten sich Lydia (Bass) und Hardy
(Keyboard) eher im Hintergrund, wie bei so vielen Electro-Acts typisch.

Im Anschluss betraten dann keine geringeren als THE ETERNAL AFFLICT die Bühne und boten so einige Stücke ihrer doch recht langen Schaffensphase dar. Gespielt wurden unter anderen Hits wie "We Libanon You" oder das traumhafte "Trauma Rouge", bei welchem die Backgroundstimme von Gastsängerin Linda Matthews für Gänsehaut-
Feeling sorgte.
Plötzlich tauchte ein weiterer Gast in Form von Sara Noxx auf, um den Songs "Venustrap" und dem wohl bekanntesten TEA-Hit
"San Diego" einen neuen Anstrich zu geben. Ganz große Klasse! Einziger Wermutstropfen war wohl der ungehört gebliebene Wunsch nach "Kinski
Is Dead", welcher in Anbetracht der Partystimmung wohl einen weiteren Höhepunkt hätte setzen können.

Den krönenden Abschluss ein genialen Abends bildeten die Bayreuther von DAS ICH.
Vom Publikum begeistert empfangen, boten die drei Jungs eine
Show, die man unbedingt gesehen haben sollte.
Während Bruno und Kain an ihren Keyboards wild rumsprangen, sang ein rot eingefärbter Stefan
alte Klassiker sowie Songs aus der jüngeren Geschichte der Bandgeschichte. Besondere Hihglights waren ganz klar "Garten Eden" oder der Tanzflächenfüller
"Destillat". Gekonnt untermalt wurden die nicht gerade als leichte Kost zu bezeichnenden Texte durch Stefans einfach einzigartigen Gestiken
und Mimiken.
Während des letzten Songs, dem Gassenhauer "Gottes Tod" kamen auch die anderen Bands zurück auf die Bühne und plötzlich konnte
man Klänge des TEA-Klassikers "San Diego" hören. Dieses Medley wurde durch INVINCIBLE SPIRIT noch "gepushed". Die Bühne der Moritzbastei
stieß zu diesem Zeitpunkt so allmählich an ihre Grenzen, die Stimmung auf derselben sowie im Publikum war nicht mehr zu toppen und so ging
ein fantastischer Abend seinem Ende entgegen.
Bleibt zu hoffen, dass dieses Festival sich etablieren wird und man so vielleicht schon im nächsten Jahr auf eine Neuauflage hoffen darf.
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