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INMOVE, trommelte auch 2005 das schwarze Volk zu Weihnachten in Chemnitz zusammen, um mit Hilfe bekannter Größen der Szene das Heilige Fest auf etwas andere Weise zu feiern.
LIMBOGOTT eröffneten den Abend, hatten es jedoch mit ihrem derben Electrosound nicht leicht, das Publikum in Stimmung zu bringen. Da halfen auch wilde Gestiken und Mimiken sowie die Kriegsbemalungen der beiden Sänger Lard Mason und Limbosonic nicht viel.

Nach einer halben Stunde ging es nahtlos weiter mit der LETZTEN INSTANZ. Mit ihrem vierten Album „Ins Licht“ angereist, lieferten sie eine Vorstellung ab, die selbst Instanz-Neulingen hin und wieder einen leichten Schauer bereitet haben dürften. Holly, neuer Sänger der Band, schaffte es, die Texte der Instanz mit kraftvoller Stimme gefühlvoll dem Publikum rüberzubringen, unterstützt durch Gitarrenklänge und Streichinstrumenten.
Anschließend traten SILENT PAIN im kleinen Saal vor heimischen Publikum auf. Aggressiver, kantiger Gitarrenrock sowie die dreckige Stimme des Sängers Rene wurden geschickt entschärft durch immer wieder durchdringende Synthieklänge, welche den Songs bei all der Härte doch noch einen melodischen Anstrich gaben. Ganz große Klasse!

Da war es auch nicht weiter dramatisch, dass ZERAPHINE schon begannen, auf der großen Bühne den Gästen emotionale Klänge mit Stücken wie „Kaltes Herz“ oder „I’m Numb“ zu bieten. Der Applaus war ihnen sicher und berechtigt.
Nun standen STAUBKIND auf dem Plan. Deutsche Texte, verpackt in meist melodiösen Gitarrensound, lassen dem geneigten Zuhörer leicht in eine gewisse Wehmütigkeit verfallen. Das hat was!

Wem der Herzschmerz zu viel wurde, dem konnte gleich mit einem Kontrastmittel in Form der mexikanischen Electro-Helden von HOCICO geholfen werden. Wirbelwind Erk fegte über die Bühne, als ginge es darum, die Kalorien der fetten Weihnachtsgans wieder von den Rippen zu bekommen. Mit Songs wie „Born To Be Hated“ oder dem Klassiker „Forgotten Tears“ wurde den dicht gedrängten Gästen ordentlich eingeheizt und erste Ermüdungserscheinungen weggefegt. Nix für schwächelnde Geschöpfe .

Nachdem die Keltic-Rocker von GARDEN OF DELIGHT vor einer kleinen Fangemeinde ihren Gig unspektakulär über die Bühne brachten, betraten zu vorgerückter Stunde Goethes Erben die Bühne, wo ihnen vom Publikum ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Am beinahe voll gefülltem großen Saal wurde die Ausnahmestellung der Erben in der Szene schnell deutlich. Gewohnt theatralisch wurden neben Stücken wie „Zinnsoldaten“ neuere Stücke aus dem aktuellen Werk „Dazwischen“ dargeboten. Dem Publikum in den ersten Reihen wurden Kerzen gereicht, die zusammen mit dem Bühnenbild und den Songs eine einzigartige Stimmung erzeugten.
Den Abschluss eines gelungenen Abends bildeten VNV NATION. Chefkoch Ronan entzündete ein Feuer, das den Kessel auch um Mitternacht noch locker am Kochen hielt. Schweißtreibende Rezepte wie „Honour“ und „Chrome“ schmeckten dem Publikum sichtlich genauso gut wie das balladenhafte „Holding On“ welches für ein Absinken des Pulses auf Normalniveau sorgte, bevor man das Publikum mit „Beloved“ in eine verschneite Winternacht entließ.
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