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Am 18.01.2006 war es endlich soweit: DEPECHE MODE statteten Berlin einen Besuch im Rahmen der "Playing The Angel"-Tour zu ihrem aktuellen Album ab. Die 3 Jungs sind Fans dieser Stadt und weilten erst im Oktober 2005 zu einem Blitzbesuch hier. Die DM-Konzerte in Berlin werden von vielen als etwas Besonderes angesehen.
Die Tickets für den restlos ausverkauften Gig hatten wir uns bereits Monate vorher gesichert.
Scheinbar trafen wir gegen 19 Uhr gerade zum rechten Zeitpunkt am Veranstaltungsort ein, denn der Einlaß klappte schnell und problemlos, ohne langes Anstehen.
Das Velodrom in seiner Hauptbestimmung eine Radsporthalle war für das Konzert umfunktioniert. Mit seinem arenamäßigen Aufbau schien es eine gute Wahl für ein solches Event.
Wir hatten unsere Plätze im hinteren seitlichen Rang der Arena. Dies ermöglichte uns einen exzellenten Blick auf die Bühne und den sich mehr und mehr mit Fans füllenden Innenraum. Unsere Sitzplätze dienten praktisch nur als Gepäckablage, denn mal ehrlich, wen sollte es bei dieser Band auch nur einen Song lang auf den Plätzen halten?
Dem eigenen Phänomen gedankt, DM bewegen sich seit nunmehr fast drei Jahrzehnten erfolgreich im Musikbiz, hatten sich nach unseren Einschätzungen mehrheitlich Fans in den Altersgruppen zwischen Anfang 20 bis Mitte 40 Jahren zu diesem Happening eingefunden.
Die Ränge waren vom Innenraum durch die Radrennbahn abgegrenzt. Kein Grund aber die Stimmung nicht überspringen zu lassen. Bereits vor Beginn des Konzerts rollten Laola-Wellen durch die Zuschauerreihen.
Die Vorband betrat pünktlich 20 Uhr die Bühne. THE BRAVERY aus New York boten eine akzeptable 30-minütige Rock-Show. Teils erinnerten Stücke, vor allem stimmlich, an THE CURE und dann wiederum auch an U2.
In der folgenden Umbaupause lief sogar recht eingängige Musik, die uns schon einmal mit den Füßen wippen ließ und die Erwartungen steigerte.
Die Bühne war in ihrem Aufbau sehr futuristisch, ähnlich einem Raumschiff gestaltet. Links hing eine überdimensionale Ufo-Kugel, welche Signale in Textform an das Publikum aussandte.
"Sex", "Pain", "Vice", "Angel", "Love" versprachen die knappen Botschaften zu den düsteren Sounds in "Pain And Suffering Stil" zum Verlauf des folgenden Konzerts.
"HELLO" leuchtete gerade auf, als Andrew, Martin, Dave, Schlagzeuger und Keyborder die Bühne betraten und unter Riesenjubel ihre Plätze hinter den ebenfalls ufo-mäßig geformten Instrumenten einnahmen.
Martin zeigte sich wie immer in ausgefallenem Outfit - diesmal als schwarzer Engel, mit Flügeln und einer Iro-Haube auf dem Kopf.
Dave dagegen tänzelte zeitlos chic im Anzug über die Bühne.
Keine Spur von nachgesagten Querelen zwischen den Bandmitgliedern war zu spüren. Frisch und voller Energie wirkten die Musiker und deren Zusammenspiel auf der Bühne.
Eingeleitet wurde die insgesamt zweistündige Show durch "A Pain That I'm Used To". Das Stück stellt ihre aktuelle Singleauskopplung dar und wurde mächtig gefeiert.
Die Band hatte die Stimmung von da an absolut im Griff. Songs vom neuen Album wurden sehr geschickt mit den zeitlosen Klassikern gemischt.
Eine winzige Geste mit der Hand oder Mikrofon als Zeichen zum Mitklatschen genügte, um die über 10.000 in Wallung zu bringen.

Allein die lichttechnische Bühnenshow war genial anzusehen. Dazu wurden in rasant wechselnder Folge die Hauptakteure live und teils verfremdet in Großformat auf den Bühnenhintergrund projiziert.
In Szene gesetzt von keinem geringeren als Anton Corbijn, waren geniale Effekte dieser Art zu erwarten. Bei "Enjoy The Silence" wurden Videosequenzen eingeblendet und zu "I Feel You" entblätterte sich kunstvoll eine Dame.
Das Ganze wirkte dabei keinesfalls überladen und das Hauptaugenmerk haftete an den Aktionen von Dave und Martin auf der Bühne.
Dave tobte in seinen typischen Tanzbewegungen über die Bühne.
Martin hingegen bot die gefühlvollen Stücke wie "Home" oder "Somebody" dar und erhielt Riesenapplaus dafür.
Wer ist nun wirklich der Liebling der Fans? Wir möchten uns nicht festlegen…
Insgesamt ist zu vermerken, dass die Stimmung bei den neuen Songs verhaltener als bei den Allzeit-Hits wirkte. Wahrscheinlich sind diese noch nicht so verinnerlicht. Ausnahme hier das auch auf allen Radiostationen in Schleife laufende "Precious".
Mit "Enjoy The Silence" endete das reguläre Set und DEPECHE MODE verließen die Bühne.

Klar war dies noch nicht alles. Unter Riesenjubel wurde die Band nach wenigen Minuten zurück beordert.
Es folgten zwei Zugabenblöcke. Bei "Everything Counts" und ähnlich "Never Let Me Down Again" genügte ein kurzes Anstimmen durch Dave und der gesamte Refrain wurde von den Tausenden gesungen. Gänsehautfeeling pur!
Den allerletzten Song präsentierten Martin und Dave gemeinsam auf dem verlängerten Bühnensteg mitten im Publikum. Letzterer forderte die Fans auf, dem ruhigen und sehr gefühlvollen Duett "Goodnight Lovers" zu lauschen. Der abschließende Jubel kannte keine Grenzen.
Danke DEPECHE MODE!!!
Setlist Berlin:
01 - Intro
02 - A Pain That I'm Used To
03 - John The Revelator
04 - A Question Of Time
05 - Policy Of Truth
06 - Precious
07 - Walking In My Shoes
08 - Suffer Well
09 - Macro
10 - Home (Piano-Version)
11 - I Want It All
12 - The Sinner In Me
13 - I Feel You
14 - Behind The Wheel
15 - World In My Eyes
16 - Personal Jesus
17 - Enjoy The Silence
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18 - Somebody
19 - Just Can't Get Enough
20 - Everything Counts
++++++++++++++++++++++
21 - Never Let Me Down Again
22 - Goodnight Lovers
Step 1: Die Pressekonferenz und tausend Fragen
Step 2: Die Tourdaten und das Chaos um die Tickets
Step 3: Countdown-News bis zu Album und Tour
HELL-ZONE wird euch auf dem Laufenden halten! Also schaut wieder rein!