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Nach einem halben Jahr Wartezeit war es nun endlich für uns soweit. Zwar
sind wir in Leipzig spät losgefahren doch auf der Autobahn holten wir alles an verlorener Zeit nach. Kaum war man von der
A71 heruntergefahren bildete sich auch schon ein Kilometerlanger Stau
der genau bis zur Erfurter Messe führte. Dort angekommen gab es ein
einziges Hin- und Herfahren auf der Suche nach einem Parkplatz.
Unser Versuch auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums und eines daneben
gelegenen musste scheitern. So wurde man zu einem anderem Parkplatz von
den freundlichen Parkwächtern geleitet. Von diesem Parkplatz waren es für
uns noch knapp ein paar hundert Meter bis zur Halle.
Dort angekommen fanden wir natürlich eine große Schlange von Leuten vor
uns. Jedoch ging der Einlass sehr schnell. Zwischendurch wurde über
ein Megafon durchgegeben das Getränke etc. nicht erwünscht sind und das
man sich für Taschenkontrollen bereithalten sollte.
Die Karten wurden gescannt und man kam in die 2. Kontrolle des
Abreissens. Aber auch dort musste ich mich keiner Taschenkontrolle
unterziehen.
Leider musste der in oder andere Konzertbesucher draußen bleiben, da
für Erfurt gefälschte Karten in Umlauf waren.
Die Garderobe war restlos überfüllt. Und so machten wir uns zu Dritt in
die Halle um noch einen guten Platz zu erhaschen. Nach ca. 2 Minuten
fing dann auch die Vorgruppe The Bravery an.
Aber die Spannung konzentrierte sich mehr auf das Warten nach Depeche Mode.
Gegen 21 Uhr betrat nach einem langem Intro und kreischenden Sirenen des
jüngsten Hit`s " A Pain that I`m used to" Depeche Mode endlich die Bühne.
Dabei präsentierte sich Martin Gore mit schwarzen kleinen Flügeln auf
seinen Schultern und Dave Gahan seriös in einer schwarzen Weste mit
weißen Hemd.
( Diese war alsbald wieder ausgezogen *g*)
Und wurde mit kreischendem und großen Applaus empfangen. Depeche Mode
schürte keine Pause und setzte mit "John The Revelator" aus ihrem neuen
Album nach.
Frühestens ab jetzt begann die Mehrheit mitzutanzen. So gelang auch gut
der Übergang zu einem der Kulthits "A Question Of Time".
Die gesammte Bühnendarstellung war etwas spacig angehaucht und besaß
große Bildschirme, die wie gebrochene Spiegelstücke aussah. In jedem der
Spiegelstücke konnte man entweder ein anderes Live-Bild erkennen oder das
Gleiche. Teilweise wurden sogar eigens gedrehte Szenen und Videos
miteingebracht.
Unter anderem wurde dann bei "Precious" auch eine tolle Lichtershow
gezeigt. Und so kam das Publikum ab der Hälfte langsam immer mehr bis zum
letzten Mann in Stimmung, was wohl auch an dem Wochentag (ein Dienstag) lag. Aber ab "Walking in my
Shoes" war das komplette Publikum nur noch Eins und sang den Refrain
komplett mit und feierte.
So besann man sich drei Lieder später wieder auf "Home" in Form einer
Piano - Version, die von allen mitgesungen wurde, und erste Feuerzeuge
zum Erleuchten brachte.
Nach den zwei neuen Lieder "I Want It All" und "The Sinner In Me" wurde
das aufgewärmte Publikum skeptisch als zu "I feel you" im Hintergrund auf
dem Bildschirm eine schöne Frau gezeigt wurde die sich immer weiter entkleidete und dabei
zweideutige Kleidung trug.
Bei den restlichen alten Liedern verwandelte sich die Erfurter Messehalle
in einen einzigen Tanz- und Partykessel. Wobei Martin Gore und Dave Gahan
über die Bühne tobten. Dave Gahan legte dabei seine bekannten ausgiebigen
Tänze hin und rannte immer von einer Ecke zur anderen Ecke der Bühne.
Lustig zu beobachten, da in jeder Ecke anschließend ein einziges
Blitzlichtgewitter von Handykameras losging. Und das gesammte Publikum
hörte nur noch auf Gahan und tat ausgiebig was er befahl.
So sang "Personal Jesus" und "Enjoy the Silence" fast ausschließlich nur
das Publikum, was in einem großen Chor ausartete.
Während bei "Personal Jesus" kräftig mitgeklatscht wurde, bildete sich bei "Enjoy the Silence" in der gesamten Halle von Vorne bis
Hinten und von Unten bis Oben eine riesige Welle aus Händen, die sich
beim Hin- und Herschwenken ergab.
Dabei sang nur das Publikum den Refrain immer und immer wieder. Was zu
einer noch grossartigeren Stimmung vor Ort führte, als sie ohnehin schon war.
Um "Enjoy the Silence" wohl wortwörtlich zunehmen verabschiedeten sich
Depeche Mode nun nach 16 Liedern, was einem viel Kürzer vorkam.
Eine Zugabe lies natürlich nicht auf sich warten und so betrat Gore wieder
die Bühne und gab "Somebody" akustisch zum Besten, begleitet vom
Publikum.
Anschließend wurden mit "Just Can't Get Enough" und "Everything Counts"
alte bekannte Hits aus den 80 igern wieder aufgelebt.
So kam anschließend das Warten auf eine 2. Zugabe, wobei hier das Publikum
kräftig anfeuerte.
Und tatsächlich gab es eine 2. Zugabe und das Publikum feierte zu "Never let me down again" kräftig mit und bildete wieder eine einheitliche
Welle bei der Armschmerzen keine Rolle spielten.
Die Atmosphä;re war einfach unbeschreiblich mitreißend und großartig. Und
so sangen Gore und Gahan "Goodnight Lovers" in Mitten des Publikums und
brachten ein Lichtermeer zustande und feierten wahrscheinlich eine Versöhnung
zwischen ihnen, so wie es im Lied heißt "wie Vater und Sohn...wie Bruder
und Schwester".
Und so küsste brüderlich Gahan Gores`Kopf am Ende des Liedes.
Bewertung: Musik: + Auftritt: + Publikum: +
"Für mich war es das Beste Konzert bisher gewesen."
Setlist des Abends:
Intro
A Pain That I’m Used To*
John The Revelator*
A Question Of Time
Policy Of Truth
Precious
Walking In My Shoes
Suffer Well*
Damaged People*
Home (Piano-Version)
I Want It All*
The Sinner In Me*
I Feel You
Behind The Wheel
World In My Eyes
Personal Jesus
Enjoy The Silence
Erste Zugabe
Somebody
Just Can’t Get Enough
Everything Counts
Zweite Zugabe
Never Let Me Down Again
Goodnight Lovers
* diese Songs entstammen dem neuen Album "Playing the Angel"
Text: Stefanie D. Homepage
Step 1: Die Pressekonferenz und tausend Fragen
Step 2: Die Tourdaten und das Chaos um die Tickets
Step 3: Countdown-News bis zu Album und Tour
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