1. NOCTURNAL CULTURE NIGHT

Open Air Festival am 8. und 9. Juli 2005

Kulturpark in Deutzen bei Leipzig/Sachsen

1. NOCTURNAL CULTURE NIGHT Deutzen

PHOTOS: Depeche Mode-Party + CONETIK live ++ Mesh + Rotersand + Armageddon Dildos ++
Destroid + Scarecrow ++ Impressionen/ Besucher

>> Nachbericht von Milk <<



DM Party Freitag, 08.07.2005

In dem kleinen verschlafenen Örtchen Deutzen sollte ein Festivalwochenende für Freunde elektronischer Musik stattfinden. Für uns Anlass dem "Kulturpark Deutzen" einen Besuch abzustatten. Dieser Park entpuppte sich als idyllisches Fleckchen inmitten der Natur - ein Ort zum Wohlfühlen. Für Freitag war als Eröffnung des Wochenendes eine Depeche Mode-Party mit zwei Liveacts angekündigt. Trotz kurzweiliger Unterhaltung durch das DEVOTE-DJ-Team aus Jena kam die Party an diesem Abend schwer in Gang. Die Besucher ließen sich Zeit mit dem Erscheinen. Und jene, die da waren, vergnügten sich an den Ständen für kulinarische Genüsse bei Bratwurst und Bier sowie am CD-Stand, welcher für Sammler so manche interessante Depeche Mode-Rarität zu bieten hatte. Pünktlich betrat das Duo CONETIK aus Oslo die kleine Bühne. Nun trauten sich auch die Leute aus der Dunkelheit und scharten sich um die zwei Musiker. Die Norweger Stian und Andreas gaben sich redlich Mühe und so mancher ließ sich zum Mittanzen bewegen. In Set integriert hatten sie selbstverständlich auch einige Stücke des neuen Albums "Carbon Elektriq". Uns schien die Musik eher zum Chillen ausgelegt, angenehm anzuhören, aber nicht wirklich mitreißend.

CONETIK Anschließend war die Tanzfläche bei Musik zwischen DEPECHE MODE, VNV NATION ,SITD sowie EBM-Klassikern fortwährend gut gefüllt. Zwischen den Leuten konnte man schon Alexander Hoffmann (Mr. Data) beim Smalltalk beobachten. Wegen dem anhaltend feuchtkalten Wetter verzichteten wir schließlich auf MR. DATA, welcher gegen 1 Uhr auftreten sollte und zogen uns zurück, um unsere Kräfte für den Samstag aufzusparen.

Samstag, 09.07.2005

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die sicher mit viel Aufwand vorbereitete und gut organisierte Veranstaltung hätte an diesem Tag eindeutig mehr Besucher verdient. An mangelnder Werbung bzw. dem Eintrittspreis kann es kaum gelegen haben. -Mit 20 Euro für das Wochenendticket im Vorverkauf hatte man sich am unteren Limit orientiert.
Auch das Wetter spielte an diesem Tag gut mit. Es blieb trocken und am Nachmittag schien, entgegen einiger negativer Wetterprognosen sowie dem Dauerregen der vorangegangenen Tage, sogar für einige Stunden die Sonne. Die schlechten Vorhersagen könnten einige Kurzentschlossen doch von einem Start in Richtung Deutzen abgehalten haben. Die Frage wird endgültig leider kaum beantwortet werden. Gerade richtig zum Auftritt der Leipziger Band SCARECROW kamen wir gegen 16 Uhr am Gelände an. SCARECROW rockten, auf der an diesem Tag geöffneten großen Bühne, mächtig ab. Die in lockeren Grüppchen verteilt sitzenden Besucher sahen der Show zu und die Band konnte zumindest dankbaren Applause ernten.

Danach waren DESTROID an der Reihe. Auf der Bühne positionierten sich zwei Keyborder in roten Overalls und mit Gotcha-Maske ausgestattet. - Sicher kein zu angenehmer Part, denn mittlerweile war die Sonne herausgekommen und bestrahlte die Bühne erbarmungslos. So bat Sänger Daniel Myer schließlich darum, die lichttechnisch zu der Zeit wirkungslosen Strahler des Bühnenlichts abzuschalten.
DESTROID überraschten echt mit ihrer Musik. Leider kam bei dem einstündigen Gig mangels Publikum wiederum nur mäßige Konzertstimmung auf.

Gegen 18.30 betraten THE INVINCIBLE SPIRIT, hervorgegangen aus den legendären THE INVINCIBLE SEX, die Bühne und erfreuten mit astreinen EBM-Beats. Sänger und Mastermind Thomas Lüdke mühte sich redlich und forderte eindrücklich von den Besuchern: Dance…Daance… Daaance!!!! Dessen kam Mann und Frau auch fleißig nach und die knapp 1,5 Stunden Spielzeit gingen rasch vorüber.

ROTERSANDAls 20.30 Uhr ROTERSAND die Bühne enterten, kam durch die langsame Dämmerung auch die Lichtshow erstmals langsam zur Geltung. Mittig war ein großes R (Rotersandlogo) aufgebaut, durch welches künstlicher Nebel waberte.
Begleitet durch ein längeres Intro, erschienen Gun und Krischan an ihren Gerätschaften und wurden mit Jubel begrüßt. Doch wo steckte Sänger Rasc? Er kam plötzlich von hinten zwischen den Fans hindurch und sprang auf die Bühne. Von da an gab es auch bei den Leuten kein halten mehr. Unter den dargebotenen Stücken vom Debütalbum durfte natürlich das gefeierte "Merging Oceans" nicht fehlen. Außerdem stellten ROTERSAND Songs von ihrem brandneuen Album vor und auch der Song "Exterminate Annihilate Destroy" von der gleichnamigen Maxi wurde im gut einstündigen Set zelebriert. ROTERSAND mit dem charismatischen Sänger Rasc sind zweifelsohne eine geniale Electro-Liveband.
Erfreut und erleichtert zeigte sich Rasc auch gegenüber den nun "aufgetauten" Leuten vor der Bühne und bedankte sich beim "Leipziger Publikum".
Setlist ROTERSAND:

Dare To Live
Almost Violent
Electronic World Transmission
Undone
One Level Down
Exterminate Annihilate Destroy
Merging Oceans
The Fire
Lifelight (re:destructed)

Zugaben:
The Last Ship
Content Killer


ARMAGEDDON DILDOS Auch den ARMAGEDDON DILDOS wurde eine für Festivalverhältnisse lange Spielzeit von 90 Minuten zugebilligt. Die Band erschien einheitlich schwarz uniformiert, bemützt und mit Fliegerbrillen auf der in dichten Nebel gehüllten Bühne. Sänger Uwe war beim Auftritt sichtlich gut gelaunt, die Leute gingen mit und so begab er sich auch des öfteren auf direkte Tuchfühlung mit den Fans. Nach einem ausgedehnten Set plus drei Zugaben verabschiedete sich die Bands sichtlich gut gelaunt und machte Platz für die Headliner des Abends bzw. der mittlerweile angebrochen Nacht.

Setlist ARMAGEDDON DILDOS:
01 INTRO / CONDEMN TO CRY
02 FEAR
03 RAUS
04 NEVER MIND
05 DARK OBSESSION
06 TANZ AUF DEM VULKAN
07 MORGENGRAUEN
08 LIVE LIKE THIS
09 HUNTER
10 RESIST
11 IN MY MIND
12 DER GLAUBE
13 CONVERSION
14 EVERYDAY IS LIKE SUN
15 WE ARE WHAT WE ARE

Zugaben:
16 BLUE LIGHT
17 EAST WEST
18 HOMICIDAL MANIAC

Für 0.00Uhr waren MESH angekündigt und vor der Bühne hatte sich jetzt eine ansehnliche Menge von Leuten versammelt und wartete noch geduldig auf das Kommende. Mit wenigen Minuten Verspätung traten unter Jubel, zum Intro "Firefly", zuerst Rick und Neil an ihre Plätze hinter den Keyboards.
MESH Sänger Mark erschien zuletzt auf der Bildfläche. Er trug eine Mütze, die mittlerweile ja zu einer Art Markenzeichen geworden ist. Das fast die Augen überdeckende Teil wärmte in dieser Sommernacht sicher gut.
Der Startschuß für ein wunderbares Konzert war jedenfalls gegeben und die Fans gingen voll mit. Mark und seine beiden Mitstreiter feuerten ein wahres Feuerwerk ihrer Hits ab. "Little Missile", "People Like Me" und "My Saddest Day" seien hier nur einmal stellvertretend genannt. Auf Bühnendekoration wurde übrigens gänzlich verzichtet. Statt dessen flimmerten im Hintergrund großformatig Videos und zauberten eine geniale Lichtstimmung herbei.
Entlassen wurden MESH nach ihrem regulären Set von 16 Songs natürlich nicht ohne vom Publikum eingeforderte Zugaben. Diese lieferte die Band mit den beiden Songs "Purest People" sowie "Leave You Nothing" auch dankbar ab und so konnte eine beglückte Fanschar den Heimweg antreten oder im Zelt noch einmal die Songs nachsummen…

Setlist MESH:
Firefly -Intro
From This Height
Let Them Crush Us
You Didn`t Want Me
Little Missile (inc. Intro)
People Like Me
What does it cost you?
Trouble We`re In
Not Prepared
My Saddest Day
Step By Step (Gitarre)
Friends Like This
I Can`t Imagine How It Hurts
Open Up The Ground (Gitarre)
Trust You
Scares Me (slow)

Zugaben:
Purest People Leave You Nothing

Alles in Allem ein Festival, welches auf jeden Fall eine Fortsetzung verdient hat. Hoffen wir, dass der Veranstalter die "Kräfte" für ein zweites Festival aufbringen kann.


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