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Gegen 19.30 Uhr am 11.11. endlich an der Halle A im Leipziger Werk II eingetroffen, erwartete uns eine noch eine erstaunlich lange Schlange vor dem Einlaß (der Beginn war offiziell für 19 Uhr angesetzt und von drin hörte bereits die Bässe wummern). ↑ ↑
Viele hatten sich ihr Ticket im Vorverkauf gesichert und für Kurzentschlossene gab es die Möglichkeit, Karten für annehmbare 23,- Euro zu erwerben. Dank rascher Abwicklung seitens der Security, gelangten man relativ schnell in die Halle, welche auf den ersten Blick angenehm mit Besuchern gefüllt schien.
Das Besondere an der Elektro-Formation ist die Besinnung auf hauptsächlich deutschsprachige Texte, was der Band insgesamt sehr gut zu Gesicht steht. Sänger Jörg kann somit die Message direkter an das Publikum vermitteln und dies scheint zu wirken. Die schon ansehnliche Besucherschar direkt vor der Bühne war jedenfalls sehr textsicher und kannte alle Songs der seit 2004 mit ihrem Debütalbum voll durchgestarteten Band. Der Song 'Erinnerung' darf da natürlich nicht fehlen. Auch bereits wohlbekannte Stücke des aktuell zweiten Longplayers "FINDE DEINEN DÄMON" Stücke gehörten selbstversträndlich genauso mit in das gut 30-minütige Set des Abends.
Als nächstes enterte ein symphatisches Duo, bestehend aus Marco und Yone die Bühne. Besser bekannt sind die Zwei unter ihrem Projektnamen DECODED FEEDBACK. Die Kanadier bliesen dem leider relativ schwer in Bewegung zu bringenden deutschen Gästen die Gehörgänge so richtig frei. KLASSE!
Yone werkelte in gewohnt lockerer, immer lächelnder Weise artig an ihrem Keyboard, währenddessen es Marco nur kurz an seinem elektronischen Tasteninstrument (genau den ersten Song lang) hielt. Viel lieber übernahm er seine Rolle als Berzerker und stiebte mit dem Mikrofon in der Hand zu den stampfend rhythmischen Beats über die Bühne.
DECODED FEEDBACK kreieren eine eigene unverwechselbare Mischung aus US-Industrial und EBM-Elementen. Songs von den Alben "SHOCKWAVE" und "PHOENIX" wurden zum Besten gegeben. Und selbstverständlich fügte sich auch Stücke aus dem aktuellen Werk, so unter anderem der Titelsong 'Combustion' und 'Supernova' vortrefflich in das Set ein.
Leider war auch diese Show zeitlich eng begrenzt. Die Band verließ, bedacht mit großartigem Applause, aber ohne eine Zugabe die Bühne in Richtung der Backstageräume.
Setlist DECODED FEEDBACK
Supernova
Bio-Vital
2Faces
Heaven
Phoenix
Relic
Monument
Combustion
Reflect in Silence
Birth of a Nation
↑
Nach dieser brettharten Breitseite der drei Vorgängerbands, wurden jetzt vom Co-Headliner des Abends, dem Trio Dennis, Steve und Michael aka SOLITARY EXPERIMENTS, geradzu ruhige Töne angeschlagen.
Eröffnet wurde der Reigen mit dem Song 'Requiem'. Gleich darauf folgten Stücke vom gerade erschienen neuen Album "MIND OVER MATTER", 'Odyssey Of Mind' und das Hammerteil 'Delight' sorgten im Publikum für Hochstimmung.
Dieses drängte sich zu dem Zeitpunkt übrigens bereits dicht an dicht in der schlauchförmigen Industriehalle. Längst lief den Anwesenden der Schweiß nicht nur wegen der gebotenen Musik...
Die Berliner können mittlerweile auf ihre über zehnjährige Bandgeschichte mit mittlerweile 4 Alben zurück blicken. Dementsprechend schöpften sie in in ihrem Set die schönsten Klassiker heraus. "Watching Over You" und "Miracle" gehören da geradezu zur Pflicht.
Besonders Sänger Dennis merkte man die Freude, in Leipzig zu spielen, unverkennbar an. So bedankte man sich auch bei den Fans sinngemäß mit den Worten "Danke Leipzig! Wir kommen immer wieder sehr gern hierher." Doch halt! SOLITARY EXPERIMENTS durften noch ein Stück mehr spielen, und so wurde als krönender Abschluß 'The Edge Of Life' vom 2003er Erfolgsalbum "UDVANCE INTO UNKNOWN" kredenzt.
Setlist SOLITARY EXPERIMENTS ↑
01. REQUIEM
02. ODYSSEY OF MIND
03. DELIGHT
04. WATCHING OVER YOU
05. HOMESICK
06. MIRACLE
07. STILL ALIVE
08. THE DARK INSIDE ME
09. PALE CANDLE LIGHT
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10. THE EDGE OF LIFE
↑
Für viele sollte jetzt DER Höhepunkt des Abends folgen.
BLUTENGEL gönnten sich vorab eine etwas längere Umbaupause. Schließlich hatte man eigens ein aufwändig-interessantes Bühnenbild entworfen.
Endlich wurden die Kerzen an den BE-typischen Notenständer entzündet. Das Konzert konnte beginnen. Nacheinander betraten die Akteure die Bühne und sogleich das neue Stück 'Oxidising Angel' präsentiet. Mastermind Chris Pohl wurde bei seiner Ankunft am Mikro von einem wahrhaft stürmischen Beifall der Fans empfangen. Dies vermochte dem Vampir auf Zeit sogleich unwillkürlich ein kleines Lächeln abgewinnen.
Eindrucksvoll zeigte sich hier, dass Leipzig eine Fan-Hochburg der Band ist. Jedenfalls war die Halle zu diesem Zeitpunkt rappelvoll. In der Masse ging es kaum einen Schritt vor oder zurück. An ein Mittanzen war zumindest in der vorderen Hälfte aus diesem Grund leider kaum zu denken.
Neben Sängerin Constanze, hatte sich die seit kurzem neu zur Band hinzu gestoßene Sängerin Ulrike an diesem Abend vor großem Publikum zu bewähren. Keine leichte Aufgabe, welche sie jedoch mit Bravour meisterte. Lediglich bei der früher von Eva dargebotenen BLUTENGEL-Hymne 'Seelenschmerz' konnte sie mit ihrer Interpretation leider nicht anknüpfen.
Im Hintergrund tanzte und performte Sonja, gemeinsam mit einer weiteren Tänzerin, in den unterschiedlichsten Rollen. Eine mittig aufgebaute Leinwand zeigte parallel zu den Songs Videosequenzen im optischen Stil passend zum aktuellen Minialbum "OXIDISING ANGEL".
Neben Songs dieser Neuveröffentlichung bot man ein äußerst breitgefächertes Set der gesamten BLUTENGEL-History.
Die Coverversion zu dem Kultsong 'Cry Little Sister' in der BLUTENGEL-Version stieß jedenfalls auf ein geteiltes Echo bei der sonst geeinten Fanschar.
Chris betonte, dass dieser Gig in Leipzig das bisher unübertriebene Highlight der Tour war. Selbstverständlich wurden dem Headliner einige Zugaben zuerkannt, so dass man insgesamt auf eine fast zweistündiges Set kam.
Setlist BLUTENGEL
01. Oxidising Angel
02. Go to hell
03. Solitary Angel
04. Navigator
05. Beauty of suffering
06. Bloody pleasure
07. Die with you
08. No eternity
09. Love killer
10 Keine Ewigkeit
11 Seelenschmerz
12 Kingdom
13 Soul of ice
14 Angels of the dark
15 Weg zu mir
16 Leave the day
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17 Vampire romance
18 Children of the night
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19 Cry little sister
Fazit zu diesem Event: ↑
OUT OF LINE FESTIVAL Leipzig ist eine Veranstaltung, die positiv im Gedächtsnis haftet und mit Sicherheit künftig eine Wiederholung verdient.
Einigen der ersten Bands hätte man allerdings gut und gern ein paar Minuten mehr Spielzeit einräumen können. Zudem schmälerte die doch sehr volle und klimatisch schlecht geregelte Halle ein wirklich entspanntes Konzerterlebnis.
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