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7.10.2005 Alter Schlachthof in Dresden
Für den siebten Oktober hatten die Dark-Wave-Electro Heroen ihren Auftritt in Dresden angekündigt. Für ein Konzert in Sachsens Hauptstadt sollte keinem Fan ein Weg zu weit sein, denn Dresden ist allgemein auch als PITCHFORK-City bekannt. Die Band selbst und Besucher lieben die Auftritte hier seit jeher ganz besonders. Die Gründe dafür sind vielfältig.
Am Alten Schlachthof angekommen, trafen wir am Einlaß auf äußerst lockere und gutgelaunte Security. Dementsprechend rasch, problemlos und ohne Schlangestehen ging dann auch der Zutritt zur Halle vonstatten.
Sogleich gings zur ersten Vorband, MILŮ, vor an die Bühne. MILŮ ist das neue Project um Anke Hachfeld, besser bekannt von MILA MAR.
Kein einfaches Unterfangen ist es, wenn man selbst einen ruhigen chansonartígem Stil kredenzt und als Anheizer für Fans dient, die heiß auf Abrocken zu Electrosounds sind.
Aber diese Aufgabe schaffte sie meisterhaft. Anke Hachfeld tänzelte während ihrer Show barfuß über die Bühne und flirtete mit dem Publikum oder auch dem Pressefotografen vorn im Graben. Optische und akkustische Verstärkung bekam sie durch ihren Mitstreiter am Synthesizer. Bei einem Song erschien, als kraftvolle Ergänzung, zudem PITCHFORK-Bassist Karsten Klatte auf der Bühne.
Mit ihrer lockeren, professionellen Art lenkte die Sängerin geschickt die Aufmerksamkeit auf sich und ernetete Beifall.
Schon viel eher in die Schnittmenge zur Hauptband paßten da ALTERA FORMA. Die russische Band und insbesondere der Frontmann war während des Gigs wirklich voll konzentriert bei der Sache. Hier kommt auf jeden Fall wieder einmal frischer elektronischer Wind in die Szene. Sie ernteten dafür viel Aufmerksamkeit und am Ende mehr als den pflichtbewußten Beifall vom Publikum.
Nun wurde es aber Zeit für den Hauptact des Abends. Insgesamt rund 1500 Fans hatten sich zu diesem Zeitpunkt in der Halle versammelt.
Kurz vor 22 Uhr betraten zum Intro Scheubi, danach Achim Färber, Jürgen Jansen und Karsten Klatte die Bühne. Scheubi stakte roboterähnlich am Bühnenrand entlang und animierte die Fans zum jubeln. Dieses Anmheizen war eigentlich überflüssig, denn mit dem Erscheinen von Mastermind Peter Spilles aus dem Nebel und dem ersten Song "Beautiful Logic Strings" vom aktuellen Album, gab es kein Halten mehr.
Ihre letzte Tour, die an Multimedialichttechnik mit Video usw. kaum zu überbieten war, versuchte die Band diesmal erst gar nicht zu übertreffen. Man wollte sich wieder mehr auf die Musik konzentrieren.
So schien das Bühnenbild auf den ersten Blick eher spartanisch. Vor einem Tarnnetz im Hintergrund, waren fünf senkrechte Lichtsäulen aufgebaut, die während des Konzerts dann alerdings einen einzigartigen Lichtteppich über die Halle legten und geniale Effekte zauberte.
Die Freude wieder in Dresden zu spielen, war Peter förmlich ins Gesicht geschrieben. Er, sonst eher als wortkarg bekannt, machte zwischendurch smalltalkmäßig Sprüche ans Publikum. Aktuelle PP-Hits reihten sich mit wohlbekannten Evergreens in gut abgestimmter Reihenfolge aneinander. "Fire And Ice", "Fleischverstärker" und aufgepeppte Versionen von "Conjure" und "En Garde" waren die Highlights im regulären Hauptset, welches schließlich durch "Rescue Me" beendet wurde.
Klar das sich die Fans damit nicht zufrieden gaben und die Bands für zwei weitere Zugabenblöcke zurück an die 'Arbeitsgeräte' beorderte. Vor der Bühne wurde zu "God Wrote", "Timekiller" und "Future is Now" mächtig gepogt und die Temperaturen im Schlachthof in die Höhe getrieben. Auch "KNKA", ein Song der gerade wieder besonders aktuell scheint, hatte es ins Set geschafft und wurde von den schon heiseren Fans lauthals mitgesungen. Ein improvisiertes und sehr experimentell angelegtes Stück ließ die Fans zwischenzeitlich mit offenen Mündern da stehen.
Und schließlich ließen sich die Pitchies sogar zu einem dritten Zugabenblock hinreißen. Nach dem Stück "Steelrose" begrüßte Peter noch einmal MILŮ aka Anke auf der Bühne.
Genial!... Mit den ersten Klängen von "Souls" stellte sich eine Gänsehaut ein. Im Duett sangen sie diese Stück, wobei Anke leider den Text zu sehr von ihrem Unterarm ablesen mußte und man mit stimmtechnischen Problemen zu kämpfen hatte. Dies trübte den krönenden Abschluß eines tollen Konzerts ein wenig.
Der Konzertabend hinterließ bei uns einen sehr angenehmen Eindruck.
DANKE PROJECT PITCHFORK, DANKE PITCHFORK-CITY DRESDEN !
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