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Mittwoch, 12.07.2006
DEPECHE MODE luden auf ihrer 2006er Tour gleich an 3 Abenden (12.07., sowie Zusatzshows am 28.06. und 13.07.2006) zum Open Air-Auftritt in die deutsche Hauptstadt. Die Karten dafür waren an den Vorverkaufsstellen schnellstens vergriffen und der Schwarzhandel (ha, ha) blühte förmlich auf. Wir besuchten die zweite Show am 12. Juli 2006. Die Waldbühne ist eine der genialsten Locations, die wir bisher kennen und liegt dazu noch in unserer Lieblingsstadt. Wir kommen immer gern nach Berlin!
Keine Frage also, dass wir dabei sein wollten, wenn DEPECHE MODE nach dem Januar-Gig in der Velodrom-Halle wieder hier rocken. Die Freude war umso größer, als uns für das "DEPECHE MODE fanbook" eine Fotoerlaubnis erteilt wurde.
So können wir euch Dave und Co. hier sozusagen hautnah präsentieren. Dieser Umstand freut uns natürlich ganz besonders.


Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen wir am Gelände neben dem Olympiastadion ein. Vereinzelt wurden von Händlern noch Tickets für das wie erwähnt, bereits seit Monaten ausverkaufte Event der Extraklasse angeboten.
Der Einlaß hatte bereits begonnen und die ersten Reihen vor der Bühne waren schon längst besetzt (mehr dazu könnt ihr im Bericht von Stefan nachlesen).
Etwas höher, in eínem der Ränge hatte man sehr guten Blick auf das Geschehen rund um die Bühne. Die Sitzplätze nutzten WIR jedenfalls nicht. ;)
Auffällig war, dass sich die große Fanschar "The Black Swarm" diesmal doch recht bunt zeigte.
Die britische Pop-Diva Alison GOLDFRAPP eröffnete den Abend. Verstärkt durch zwei Keyboarder, Gitarristen und Drummer, spielte Sie, auch aufgrund der nach eigenen Worten etwas angeschlagener Stimme, ein sehr kurzes Set. Die Stücke "Number 1" und "Ooh La La" dürften den meisten doch bekannt sein. Mehr als einen gefälligen Beifall konnte sie den Devotees leider nicht abringen. Zu sehnsüchtig wartete man auf seine Helden. Nach ca. 20 Minuten war ihr Auftritt dann auch schon wieder vorüber.
Setlist GOLDFRAPP
01 Fly Me Away
02 Train
03 Number 1
04 Ride A White Horse
05 Ooh La La
06 Strict
Auf der Bühne mit dem mittlerweile bestens bekannten Ufo-Szenario und der riesigen silbernen Kugel, wurde noch einmal fleißig gewerkelt, währenddessen die Fans unten vor der Absperrung noch einmal enger zusammenrückten, um ja keinen Moment zu verpassen.
Als Pausenmusik wurden rhythmische Club-Beats aufgelegt, die schon mal zum Im-Takt-Klatschen und Laolo-Wellen durch die Massen einluden. Ein erster Vorgeschmack auf dass, was uns noch erwartete...
Endlich begann das Intro und zu den ersten Klängen von "A Pain That I'm Used To" waren DEPECHE MODE vollzählig auf der Waldbühne und begrüßten die Menge. Bei den Fans gab es jetzt kein Halten mehr. Als zweiten Song stimmen die Kult-Briten "A Question Of Time" an und die Leute, selbstredend absolut textsicher, reagieren auf die kleinsten Zeichen von Dave mit Jubel und schwingenden Händen. Stimmlich war Dave wieder topfit, was ja nicht selbstverständlich bei einer solchen Mammuttour ist. Die Band schien bestens gelaunt und spielte, zwar routiniert, aber doch mit dem gewissen Extra-Kick diese Show.
Ein 1A-Sound machte das Konzert zudem zum puren Hörgenuss für die versammelte Runde.
Mittlerweile sitzen auch die Songs vom aktuellen Album und werden frenetisch gefeiert. Die beste Stimmung kommt jedoch natürlich immer noch bei Klassikern hervor. Band und Publikum verschmelzen hier förmlich zu einer Einheit. Wahnsinn!!!


So ließen sich Gore und Gahan von der genialen Stimmung, die die Fans verbreiteten mitreißen. Spätestens ab dem zweiten Song hielt es an diesem Abend auch im Rang keinen mehr auf seinem Platz und es wurde mitgesungen, was die Stimmbänder so hergaben. Dies schien auch die Band zu beflügeln.
Das Set beinhaltete in geschickter Mischung neue und die besten älteren Stücke, sodass wirklich keine Wünsche offen geblieben sein dürften..
Bei "Shake the Disease", dem ersten Song im Zugabenblock, gingen alle, aber wohl wirklich alle Hände nach oben und klatschten im Takt mit. Es wurde ohne vorherige Abstimmung eine Acapella-version daraus und Martin Gore sang im Rhythmus der Hände. Das war genial und sorgte für reichlich Gänsehaut!
Die Band spielte die Songs nicht nur einfach herunter, sondern kreierte eigene Variationen ihrer Hits. Das hat ordentlich gerockt und ließ sie noch authentischer wirken.
Weiter ging die rasante Fahrt mit dem Klassiker "Just Can't Get Enough", was nach dem Ende im Chor der über 20.000 immer weiter hallte und bis in den folgenden Song hinein schallte. Dies schien die Band schon fast ein wenig zu irritieren. ;-)
Nun zum finalen "Never Let Me Down Again" verwandelte sich die Waldbühne in ein gigantisches Meer aus schwenkenden Armen. Den kleinen Textpatzer von Dave in diesem Stück verzieh ihm das Publikum und Martin schien sehr amüsiert von dieser "Panne".
Superstar-like bedankten sich DAVE, MARTIN, ANDY, PETER und CHRISTIAN noch einmal mit einer gemeinsamen Verneigung beim Publikum und verschwanden danach kurzerhand, fast als wären sie nie da gewesen... Damit endete das Konzert vom Gefühl her doch irgendwie doch relativ abrupt. Der tausendfache Ruf nach einer Zugabe wurde diesmal nicht mehr erhört. Auf der Bühne wurden bereits die Instrumentarien für den Auftritt am kommenden Tag schützend abgedeckt.
Zurück blieben wir. Glücklich, durchgeschwitzt, voller Euphorie begaben wir uns mit dem Gedanken an ein wirklich einzigartiges Konzerterlebnis auf den langen Heimweg.
Bye, bye DEPECHE MODE und auf ein baldiges Wiedersehen!!
Setlist DEPECHE MODE 12.07.2006
01 Intro
02 A Pain That I'm Used To
03 A Question Of Time
04 Suffer Well
05 Precious
06 Walking In My Shoes
07 Stripped
08 Home
09 Judas
10 In Your Room
11 John The Revelator
12 Sinner In Me
13 I Feel You
14 Behind The Wheel
15 World In My Eyes
16 Personal Jesus
17 Enjoy The Silence
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18 Shake The Disease
19 Just Can't Get Enough
20 Never Let Me Down Again
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