start HeLL-ZoNE e-zine > > PHOTOREPORTS > QNTAL "Silver Swan"-Tour |
20.10.2006
Qntal & Unto Ashes Bildergalerie >>
Ihre Europa-Tournee führte die Mittelalter-Crossover-Band Qntal am 20.Oktober 2006 nach Dresden. Begleitet wurden sie dabei von Unto Ashes aus den USA. Das Kleine Haus des Dresdner Staatsschauspiels sollte sich dabei als hervorragende Location herausstellen, lassen sich die harmonischen, teilweise beinahe orchestralen Klänge doch im Sitzen viel entspannter genießen.
UNTO ASHES: Pünktlich betraten Natalia, Michael und Sängerin Mariko die Bühne und stimmten die Gäste mit "Ein Fluch" auf einen Abend der eher ruhigen bis melancholischen Töne ein. Orientalische Klänge im "Spider Song" wechselten mit choralen Einflüssen in "Intacta Sum", begleitet von der kraftvollen und ausdrucksstarken Stimme von Sängerin Mariko.
Mit "Frühling", einem Qntal-Cover und "Don't Fear The Reaper" (Original von Blue Öyster Cult) beendeten die drei überaus sympathischen New Yorker nach einer guten dreiviertel Stunde ihren Auftritt, der vom Publikum völlig zu Recht mit ausgelassenem Applaus gewürdigt wurde. Dass Unto Ashes mehr als eine Vorband sind, wurde beim anschließenden Auftritt von Qntal deutlich, begleiteten sie diese doch bei einigen ihrer Songs.
QNTAL: Nach einer kurzen Umbauphase erschienen Syrah, Michael Popp und Philipp Groth auf der Bühne und es erklangen sodann die ersten Töne des Songs "Von den Elben" vom aktuellen Album "Silver Swan", untermalt durch das dazugehörige Video des amerikanischen Autors Brian Froud, der neben seinen Elbenbüchern durch seine Mitarbeit an Filmen wie "Das Labyrinth" und "Der dunkle Kristall" weltberühmt wurde. Die Atmosphäre, welche Licht, schwebende Soundteppiche und nicht zuletzt die Stimme und erhabene Ausstrahlung Syrahs schufen, war einfach überwältigend.
Nach dem eher ruhigen "Dulcis Amor" folgte mit dem "Palästinalied" ein weiteres Highlight. Die Interpretation des von Walther von der Vogelweide bereits im 13. Jhd. geschriebenen Liedes darf wohl zu den gelungensten zählen. Rhythmische Beats, dezente Synthieklänge gepaart mit hellen Vocals zeigen deutlich, wie gut Qntal es verstehen, Klänge des Mittelalters mit der Technik von heute zu verbinden. Es folgten mit Stücken wie "Am Morgen Fruo" und "The Whyle" eher tanzbare Lieder, bevor das wundervoll dahingleitende "Falling Star" für eher ruhige Momente sorgte.
Mit "Entre Moi" kündigte Syrah schließlich ihr persönliches Lieblingsstück des Abends an. Eine dichte, aus klassischen und modernen Instrumenten bestehende Soundcollage wurde hier verknüpft mit ruhigem, beinahe arienhaft vorgetragenem Gesang.
Fast schon rockig ging es mit "Veni Veni", einem Stück aus Ernst Horns Seitenprojekt Helium Vola weiter, bevor "Ecce Gratum" das reguläre Programm beendete. Minutenlanger Beifall machte jedoch klar, dass das Publikum mehr wollte. So folgten das minimalistisch instrumentierte "Unter der Linden", das beinahe technoide "Ad Mortem Festinamus" und das barocke "Flow", drei Titel, die noch einmal das breite Spektrum, dass Qntal beherrschen, eindrucksvoll aufzeigten.
QNTAL bewiesen einmal mehr ihre genreübergreifende herausragende Stellung, und auch von UNTO ASHES darf man in Zukunft sicher noch einiges erwarten.
| << Übersicht Photogalerien | Qntal Galerie >> |