AND ONE
"The Bodypop Fulltime Show 2006"

mit den Supportbands SPETSNAZ & OBSENITY TRIAL




Leipzig, Werk 2

Freitag, 03.11.2006

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Einen interessanten Rückblick von Steve Naghavi persönlich zum Leipzig-Konzert ist im offiziellen AND ONE-Forum nachzulesen -> hier entlang!
Review von OBSENITY TRIAL persönlich, zum Gig in Leipzig: Ich stehe im Dunkeln hinter der Bühne und höre das Intro laufen.... >>


Um es vorwegzunehmen: Dies war mal wieder ein äußerst unterhaltsamer Konzertabend, wie man ihn sich immer wünscht. Zur offiziellen Startzeit um 20.30 Uhr hatte sich das Werk II etwa zur Hälfte mit Besuchern gefüllt und die Fans drängten sich bereits jetzt in den ersten Reihen, um beste Plätze zu er- und behalten.
Mit einer knackevollen Halle rechneten wir nicht unbedingt, da der Headliner AND ONE bereits im Frühjahr (im Rahmen der ORKUS CLUBTOUR) und kurz danach während des Wave-Gotik-Treffens in Leipzig weilte. Außerdem sollte die Tour das Trio neben Leipzig in benachbarte Städte wie Dresden, Chemnitz und Magdeburg führen. "Es wird schon nicht sooo überfüllt sein..."
Doch sollten wir kurze Zeit später eines besseren belehrt werden....!!!
Supportband OBSCENITY TRIAL

Von der ersten Vorband hatten wir bisher noch nicht einmal den Namen gehört. Dabei geht ihr Ursprung bereits ins Jahr 1993 zurück. Nach einer mehrjährigen Auszeit wurde das Projekt ab 2004 erneut an den Start gebracht. Wir gingen also völlig unvoreingenommen an den ersten Act des Abends heran und wurden positiv von dem nun folgenden professionellen Auftritt überrascht.
Das Duo OBSCENITY TRIAL, bestehend aus Oliver Wand (Gesang) und Frank Hass (Keyboard), lieferte in den knappen 30 Minuten Auftrittszeit eine souveräne Elektro-Pop Show ab. Gespielt wurden vorwiegend Stücke ihres neuen Albums "Here And Now".
Obwohl die Band einem Großteil des Publikums ebenfalls unbekannt schien, wurde bald mitgewippt und die Kölner Jungs schließlich mit ordentlichem Beifall entlassen. OBSENITY TRIAL passten eben ziemlich perfekt in das musilalische Raster der angereisten AND ONE Fans.

Wir wollen die Jungs von OBSCENITY TRIAL hier einmal selbst zu Wort kommen lassen, die uns folgendes ausführliche Statement zukommen ließen (DANKE an Oliver!):

Ich stehe im Dunkeln hinter der Bühne und höre das Intro laufen. Konzentration auf den ersten Song, den ersten Gesangseinsatz. Dann ab an die Treppe. Die Entfernung zum Bühnenrand abschätzen. Ich darf nicht zu spät vorne sein. Die Treppe rechtzeitig hoch und ab ins Licht. Timing hat gepasst. Ab in die Hitze des schlauchförmigen Brutkastens.... ganzen Bericht von Oliver lesen >>



Ganz anderer Wind wehte den in vorderster Front wartenden Mainact-Fans mit dem zweiten Special Guest um die Ohren, denn SPETSNAZ waren angesagt: Das schedische Duo Stefan Nilsson und Pontus Stålberg hat sich auf die in der Szene mittlerweile äußerst erfolgreichen Fahnen geschrieben, den Oldschool-EBM aufleben zu lassen. Dies taten sie dann auch von der ersten bis zur letzten Sekunde ihres halbstündigen Gigs. Wummernde Basslinien und eine gnadenlos rhythmische Breitseite bestimmten das Bild. Supportband SPETSNAZ

Die zahlreich erschienen und unschwer an ihrem martialischen Outfit zu erkennenden SPETSNAZ-Jünger mischten die Schar vor der Bühne mächtig auf und feierten ihre Helden mit stampfenden Tanzeinlagen. SPETSNAZ performten Stücke aus ihren beiden Alben „Grand Design“ und "Totalitär" und stellten außerdem Material ihrer neuen Scheibe "Hardcore Hooligans" vor. Pontus stiebte pausenlos wie ein losgelassener Derwisch kreuz und quer über die Bühne, während Bandkollege Stefan gnadenlos die Electro-Pads seines Schlagzeugs bearbeitet. Allerdings mußten besonders die Zuschauer im hinteren Hallenbereich beträchtliche Einbußen an der Soundqualität hinnehmen, welche eher als dumpfer Brei ankam. So hatte man schon Schwierigkeiten das ein- oder andere bekannte Stück richtig zu erkennen.

Zu unserem Erstaunen hatte sich die schlauchförmige Halle mittlerweile prall mit ca. 1700 Gästen gefüllt. Auffälliges Phänomen dabei, wie schon bei der DEPECHE MODE-Tour beobachtet: Das äußerst treue Publikum "altert" mit der Band und jüngeres Publikum ist eher die Ausnahme.

Szenenwechsel:
Steve Naghavi - AND ONE
Riesige und in oranges Licht getauchte, plastische AND ONE Buchstaben im Bühnenhintergrund künden vom ersehnten Hauptact des Abends.

Zu den Klängen von "Dein Ende" betreten zuerst Chris Ruiz und Gio van Oli die Bühne und nehmen hinter ihren nenonröhrenbesetzten Pults Platz.
Mit einem dicken, Grinsen im Gesicht und den Händen in den Hosentaschen, tritt schließlich Mastermind Steve Naghavi hinter sein Mikro und begrüßt die jubelnde Menge in Leipzig. Was nun folgt ist eine wahre, wie angekündigt Fulltime-Show. AND ONE zünden, ohne Übertreibung, ein endloses scheinendes Feuerwerk alter Hits und dazu neuer Ohrwürmer vom aktuellen Charterfolgsalbum ""Bodypop" und auch der EP "Frontfeuer".
Steve ist gutgelaunt und in Top-Form, was sich ohne weiteres auf das Publikum überträgt. Voll witz und Ironie führt er seine Zuhörer durch den Abend. Bei einigen Songs wird er am Mikrofon von Chris Ruiz unterstützt, welcher das Publikum geschickt noch weiter antreibt.
Leider steht zwischenzeitlich auch dem AND ONE-Frontsänger das Problem mit dem schlechten Hallensound förmlich ins Gesicht geschrieben. Auch auf der Bühne scheint es ein paar Akkustikprobleme zu geben.
Geschickt werden gelungene Coverversionen von THE CURE und PROJECT PITCHFORK eingebunden. Natürlich huldigt man auch der Kultband DEPECHE MODE, indem der Song "Photographic" dargeboten wird und von den Massen im Chor mitgesungen wird. Cool!
Premiere für Gio van Oli: Er präsentierte höchstpersönlich das Stück "The Consequence Of Time"!

Für den ersten Zugabenblock läßt man sich dann auch nicht lang bitten und spielt nach "Recover You" ein ausgedehntes Medley älterer Hits im Up-Tempo-Bereich. Eine schöne Idee, welche die Fans allerdings an erste Konditionsgrenzen kommen läßt und insgesamt etwas zu langatmig wirkte.
Hat Steve ein paar Duracel geschluckt? Während die Fans schon mehr oder weniger hin- und hertaumeln, aber dennoch nach Zugabe verlangen, kommen AND ONE dieser Bitte nur zu gern nach und spielen, spielen, spielen...
Nach dem zweiten Zugabenblock verlassen die Drei gar nicht erst die Bühne, sondern führen etwas "Smalltalk" mit den Gästen und spielen zwei weitere Stücke.
Als Finale wird "Sternradio" zum besten gegeben.
Mit "Danke Leipzig" und "Ich bin Peter Spilles..." verabschiedet sich ein immer noch recht fit wirkender AND ONE Sänger nach 2,5 Stunden (!!) Konzert von der Bühne... .

Setlist AND ONE 03.11.2006 Leipzig
01. Dein Ende
02. Stand the Pain
03. Military Fashion Show
04. High
05. Schwarz
06. Enjoy the Unknown
07. Metalhammer
08. Panzermensch
09. Sometimes
10. Deutschmaschine
AND ONE Totale 11. Exit
12. Consequence of Time
13. Krieger
14. Traumfrau (neue Version)
15. Timekiller (PROJECT PITCHFORK Cover)
16. Speicherbar
17. Wasted
18. The Walk (THE CURE Cover)
19. Bodynerv
20. Fernsehapparat
21. Strafbomber
22. Steine sind Steine
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23. Recover you
24. Medley
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25. Body Company
26. Für
27. Get you Closer
28. Technoman
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29. Schmerzengel
30. Sternradio

Songs im Medley:
So klingt liebe
Life isn´t easy in germany
Loser
Driving with my darling
Second voice
Movie star
Sweety sweety

Bericht und
Fotos: Falk Scheuring


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