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Freitag, 03.11.2006
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Nachdem wir am Werk II angekommen waren, wurden wir zunächst auf den
Parkplatz gelotst. Dabei hat der Kombi unschön aufgesetzt, doch
zuviel Gewicht :-) Also alle, die nicht hinterm Steuer sitzen raus
und dem Wagen zu Fuß hinterher. Bei den Temperaturen (Anmerkung Redaktion: naßkalt, 8 Grad) unschön, aber
notwendig :-).
Rein in die Halle, die Haustechniker und den Tourmanager begrüssen
und das Equipment aus dem Auto ausladen. Da das And One - Bühnenbild
schon fast stand konnten wir zügig aufbauen. Nach dem Einmessen der
Anlage direkt zum Soundcheck. Mit Olaf Wollschläger am Mischpult kann
man sich als Künstler dem Soundcheck sehr entspannt widmen, man kann
sich einfach blind auf ihn verlassen :-)
Nach unserem Soundcheck dann der Soundcheck von Spetsnaz, also Zeit
zum entspannen (oder doch zum Zeit-Totschlagen?). Also erstmal ab zum
Catering. Warmes Essen gibt´s erst Abends, aber es gibt genug
Brötchen, Sandwiches, Belag und Süßes. Das hilft über den ersten
Hunger hinweg :-)
Spetsnaz sind fertig und kommen auch hoch zum Catering. Weiter Zeit
totschlagen, sich unterhalten. Hin und wieder Olaf und Chris
(Lichtmann) Kaffe bringen. Weiter Zeit totschlagen. Mittlerweile gibt
´s warmes Essen. Das tut gut.
Dann kommt der tote Punkt. Nach dem Essen wird man träge, die lange
Fahrt im Auto und die unruhige Nacht vor dem Konzerttag machen sich
lautstark bemerkbar. Also anfangen sich zu bewegen. Vom Catering zum
Backstageraum, in die Halle und wieder zurück.
Dann ist auch schon Einlass und wir ziehen uns zurück. Umziehen,
warmsingen und auf den Auftritt vorbereiten. Das Adrenalin erreicht
den gewünschten Konzertlevel. So kann´s rausgehen, die nötige
Anspannung ist da.
Ich stehe im Dunkeln hinter der Bühne und höre das Intro laufen.
Konzentration auf den ersten Song, den ersten Gesangseinsatz. Dann ab
an die Treppe. Die Entfernung zum Bühnenrand abschätzen. Ich darf
nicht zu spät vorne sein. Die Treppe rechtzeitig hoch und ab ins
Licht. Timing hat gepasst. Ab in die Hitze des schlauchförmigen
Brutkastens.
Kaum auf der Bühne bin ich irritiert. In dem Graben zwischen Bühne
und Publikum finden sich schlagartig haufenweise großformatige
Kameras ein, die mich ins Visier nehmen. Das lenkt kurzfristig den
Fokus vom Publikum weg. Mist. Wo ist das Publikum, und wo kommen die
alle her? :-)
Nach ein paar Sekunden, die sich wie eine Ewigkeit anfühlen, finde
ich die Orientierung wieder und das Konzert geht los. Trotz
Erkältung klappt alles, kein Ton geht daneben, die Stimme hält
problemlos durch. Die Stimmung ist gut, in den ersten Reihen wird
fleissig mitgetanzt und gefeiert.
Nach einer guten halben Stunde sind Frank und ich durchgeschwitzt
aber zufrieden. Kurz durchatmen, die Bühne für Spetsnaz freiräumen
und raus zum Merch-Stand.
Aber auch der schönste Abend geht mal zu Ende und da wir am nächsten
Tag nach Rostock müssen, geht´s für mich zeitig ins Hotel.
Danke Leipzig, für einen fantastischen Abend! :-)
PS: Danke @ Falk, der mich quasi "genötigt" hat, den ursprünglich
sehr kurzen Bericht deutlich zu verlängern. Gut so! :-)
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