BLIND PASSENGERS
Label: Wannsee Records / edel |
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Kurz zur Geschichte:
Bereits am 26. Februar 2001 erschien das 5. und zugleich letzte reguläre Blind Passengers-Album „Neosapiens“.
Die Blind Passengers prägten von Beginn der 90er Jahren die Szene recht stark mit und die Band formte sich in den folgenden Jahren stilistisch kompromisslos weiter. Eine interessante und doch recht radikale Entwicklung, die längst nicht von allen frühen Fans bis zum Ende mitgetragen wurde.
Etwas unerwartet zog es Sänger Rayner Schirner dann vor, sich vorerst anderen Dingen zu widmen und das Mikrofon mit dem Produzentenstuhl zu tauschen. Da die Blind Passengers auch schon immer eine Liveband war, wurde somit das gemeinsame Projekt vorerst auf Eis gelegt.
Nik Page wandelt seither auf erfogreichen Solopfaden.
2005 melden sich die Blind Passengers mit ihrer Abschieds–CD „Timemachine“ zurück. Die Band versteht dies nicht als Reuninon, wie derzeit viele andere Künstler mehr oder weniger erfolgreich vormachen, sondern möchte einen passenden Schlussstrich zur Bandgeschichte geben und ein Dankeschön an die Fans abliefern.
Eine Abschiedstour der Blind Passengers wird es laut Nik Page und Rayner Schirner definitiv NICHT geben.
"Timemachine" ist ein Doppelalbum mit Mixen vieler Hits aber auch mit sechs neuen Songs. Es handelt sich dabei um eine Zeitreise durch die musikalische Entwicklung der Band.
Während auf der ersten CD „Synths & Hooks“ sich die rein elektronischen Pop Titel wiederfinden, bietet die zweite CD „Riffs & Shouts“ härteten und Gitarren - orientierte Electro – Gothic - Rock.
Schmeißen wir also die Timemachine an und begeben uns, gemeinsam mit Nik Page und Rayner Schirner alias Blind Passengers, auf eine über 100 Minuten lange Zeitreise .
Bitte schnallen Sie sich an, lehnen Sie sich gemütlich zurück und schließen Sie die Augen.
Part I: „Synths & Hooks”
Wir starten mit den besten Hits der Blind Passengers aus ihrer Synthie – Pop Phase.
Alles begann vor über 10 Jahren mit „Walking to heaven“; der Hit mit welchem den Blind Passengers ihr Durchbruch gelang. Über „Small town night“ (geremixt von Joke Jay) geht es weiter zu schönen Synthie – Pop - Hymnen wie „Born To Die“, „Broken Conscience“ oder „Voice of dark“. Den Übergang zu Part II unserer Reise bildet „Absurdistan“.
Part II: „Riffs & Shouts“
In den Jahren 1997/98 veränderte sich der Stil der Gruppe. Aus den eingängigen Synthie - Songs wurden harte, Gitarren dominierte Crossover - Tracks.
Titel wie „Born to crash“, bei dem die Instrumente im Vordergrund aber dennoch im Einklang mit Nik Page`s Stimme stehen, „Grey Sunday“ mit neuem Intro oder „Get on“ lassen sich auf dieser CD finden.
Beendet wird unsere Zeitreise durch die ruhigen und abschiednehmenden Klänge von „Sarajewo“ aus dem Jahre 1994, geschrieben von Marc Range (ehemaliges Bandmitglied 1993 - 1997).
Fazit
Insgesamt ein sehr gelungenes und empfehlenswertes Abschiedsgeschenk an die Fans.
Viele Titel wurden neu überarbeitet und bieten einen verbesserten Soundkomfort, ohne den Songs ihren ursprünglichen Charme zu nehmen.
Einen Kaufanreiz stellen auch die 6 neuen Songs dar, welche stilistisch an die „Destroyka“ – Zeiten anknüpfen.
Tracklist "Timemachine":
Disc 1
01. Walking to heaven (1993 Extended Version)
02. Small town night (1992 New Cut)
03. Born to die (1994 Club-Maxi Version)
04. Headache 1994
05. Your smell 1993
06. When the sky broke (1992 / 2005)
07. Spacechild (1997 / 2005)
08. Too much (1992 / 2005)
09. Broken conscience 1995
10. Voice of dark (1993 / 2005)
11. Yes sir! (1993 / 2005)
12. Absurdistan (1995 / 2005)
Disc 2
01. Forgotten years 2005
02. The glory of success 1998
03. No more revolution 2005
04. Just a fuck 2005
05. Born to crash 2002
06. Golden years 2005
07. Grey Sunday (2000 Club-Cut)
08. Bring me down 1999
09. Gunman (1999 New Cut)
10. Hall of pain 2001
11. Why 2001
12. Get on 1999
13. Sarajevo 1994

CD-Tipp in Zusammenarbeit mit www.SCHWARZES-LEIPZIG.com
Autoren: Tina B. und Falk Scheuring