COPPELIUS - Leipzig - Bericht 2012

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Coppelius Konzertbericht Leipzig

Coppelius 26.01.2012 - Leipzig – Moritzbastei  
Supported by Pierre Bosolum
 
 
 
 
Leipzig – Moritzbastei - 26.01.2012
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nachdem 2012 der letzte Besuch der Herren Coppelius in den Gemäuern der Leipziger Moritzbastei war, wurde es allmählich Zeit die fünf edlen Herren, sowie Butler und Diener, erneut zu begrüßen.
Auf ihren „Konzertante Reisen zum Ruhme des Zinnober“ bringen die Herren immer wieder neue Überraschungsgäste als Vorband mit. An diesem Abend in Leipzig stimmte Pierre Bosolum das Publikum auf einen denkwürdigen und rhythmischen Abend ein. Hell-Zone war vor Ort und berichtet in Wort und Bild.

 

 
 

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Copyright Fotos: Mandy Privenau


Pierre Bosolum selbst ist Leipziger Künstler und hat bereits 1985 an der Leipziger Uni Kultur/Kunstwissenschaft studiert, weitere sein Können nach und nach aber in die Bereiche der Malerei, Musik und Performance auf der Bühne aus. Pierre Bosolum Die Setlist liest sich wenig erheiternd, denn die Namen der Songs lassen sich nur schwer deuten. Der Einstieg allerdings erfrischte das Publikum. Pünktlich um 20 Uhr begann das musikalische Abendprogramm. Die charismatische Stimme wurde unterstrichen von Klängen, die an die Sprache eingeborener Maori-Stämme erinnerten. Die Kombination aus skurrilen Texten, selbst angefertigten "Spezialinstrumenten" aus Holz, Metall oder Klebeband, unterstützt durch eine Live Loop Maschine und ein Keyboard, sorgen während der 40minütigen Vorstellung für viel Abwechslung. Das ein oder andere Lachen wurde dem Publikum entlockt, wenn Pierre hektisch zum nächsten Instrument, beispielsweise Milchaufschäumer oder leere Plasteflaschen, auf der Bühne umher sprang.
Stilistisch ist es schwer einzuordnen. Etwas Jazz, etwas Pop aber besonders viel Experimentelles findet hier zusammen. Pierre Bosolum präsentiert derzeit mit dem Projekt "Groofant" ein Solokonzert, welches er mittels Rohren, die er zu einer Orgel verbaut hat und diese ebenso als Trommel einsetzt, unterstreicht. Teile dieses Soloprojekts wurden auch im Vorprogramm des heutigen Abends dargeboten. Wer also einen etwas anderen musikalischen Abend erleben möchte, wo auch mal gelacht, geräuspert und gestampft werden darf, der fühlt sich bei Pierre Bosolum mit Sicherheit wohl!
Nach und nach füllte sich der Bereich vorbastille-coppelius.jpg.jpgder Bühne und bei den Herren Coppelius war kaum noch ein Plätzchen frei. Ende des 18ten Jahrhunderts entsprungen traten die Herren wie eh und je in gepflegter Robe, mit Gehrock und Hut auf. Butler Bastille bereitete alles zum bestmöglichen Wohle der Musikkapelle vor. Das Intro „eines noch nicht zur Meisterschaft gereiften Unbekannten Komponisten“ ertönte. Überraschender Weise setzte sich Bastille zur Einleitung selbst ans Schlagzeug und trommelte wie ein Weltmeister. Richtig talentiert dieser Butler, aber im Notfall muss man eben alle Arbeiten erledigen können. Nach einem kleinen Intro betraten die Herren die Bühne und Bastille widmete sich wieder den Aufgaben des Hüte zu Recht rücken und Mäntel abnehmen. Bastille kommunizierte ausschließlich als einziger mit dem Auditorium, es gab wie üblich keine direkten Ansprachen der Herren zum Fußvolk. Wichtige Anweisungen wurden sogar auf Tafeln mit Kreide in schriftlicher Form kommuniziert, wie beispielsweise die Aufschrift „Bitte nicht blitzen“, „Danke“ oder „Applaus“. Damit auch für das leibliche Wohl und eine gute Stimmung gesorgt ist wurden Getränke an die vorderste Reihe verteilt. Showeinlagen wie das Erklingen der Triangel durch einen Auditanten oder die Nähe zum Publikum, die Comte Caspar mit einer Klarinette spielender weise suchte, gehörten ebenfalls zum Programm. Ein weiterer Helfer im Fliegeranzug war auf der Bühne und half bei Beleuchtung mittels Kerzenschein oder beim Hochhalten des „Intermezzo“-Schildes. Coppelius in LeipzigAlle lieb gewonnenen Klassiker wie „Risiko“, „Nachtwache“, „Urinstinkt“ und „Morgenstimmung“ wurden zum Besten gegeben, so dass jeder, Bastille, Max Coppella, Comte Caspar und auch Grad Lindorf ihren Gesang darbieten konnten. Dann teilte sich das Auditorium in 4 Gruppen. Jeder bekam einen Part aus „GUM-BAGU-BAN-GA“ zugewiesen und so wurde mit immer schneller werdendem Chorgesang gleichnamiges Lied eingeleitet. Erfrischend war ein Solo des Schlagzeugers Herrn Nobusama. Er genoss die Aufmerksamkeit sichtlich und gab alles um sich von seiner besten Seite zu zeigen. Während des Solos waren alle anderen von der Bühne verschwunden. Eins der emotionalsten Stücke des Abends war „1916“. Hier wurde durch Comte Caspar eine Kerze an das Publikum verteilt, welche dann weiter durch das Publikum gerecht wurde. Alternativ zur Klarinette zeigte Comte Caspar auch am Klavier was in ihm steckt bei „Rigthful King“. Nach einigen weiteren Klassikern („Damen“ und „To my Creator“), die alle samt vom Publikum begleitet wurden, endete der offizielle Teil mit „Handschuh“. Doch, wer Coppelius kennt und vor allem ihre Fürsprecher vor der Bühne weiß, dass man sich hier noch lange nicht zufrieden gibt. Dank der zahlreichen „Da Capo“-Rufe konnten die Herren zu einem weiteren Stück überredet werden. Es folgten „Transylvania“ und „Habgier“, dieser Da Capo Teil endete mit dem obligatorischem zu Boden setzen von Musikern und Publikum bei dem Stück „Ade mein Lieb“, welches Bastille aus innerstem Herzen wiedergab. Doch ab einen Abschied wollte hier noch keiner denken. Unaufhörlich drangen die „Da capo“- Rufe an das Ohr der edlen Herren, Bastille war schon sichtlich verzweifelt und konnte das Auditorium nicht beruhigen. Aber die vom Butler angesprochene „Unflexibilität“ der Herren einfach so ein weiteres Stück zu spielen hat sich zum Glück nicht bewahrheitet und so traten alle noch einmal auf die Bühne. Max Coppella sichtlich gerührt beendete diesen Abend dann endgültig mit „Deine Schönen Augen“. Anschließend fanden sich die Herren und auch Bastille im Vorraum zu einem kleinen Plausch und dem ein oder anderen gemeinsamen Foto ein. Alles in allem ein richtig geniales Konzert, ein super Publikum und eine wirkliche Überraschung in der Vorband. Ein Coppelius Konzert sollte man sich nie entgehen lassen, denn: COPPELIUS HILFT!

 

Setliste:

Intro
Running Free (Iron Maiden cover)
Risiko
Nachtwache
Urinstinkt
Morgenstimmung
Gumbagubanga
Esc. II
Klein Zaches
1916 (Motörhead Cover)
Diener 5er Herren / Rightful King 
Operation
Intermezzo (Charlotte the Harlotte)
To My Creator
Damen
Ma Rue à moi
Time - Zeit
Handschuh Da Capo 1:
Transylvania (Iron Maiden cover)
Habgier
Ade mein Lieb! Da Capo 2:
I Get Used To It
Schöne Augen  

 

 


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Zunächst bis zum 31. August dürfen in Deutschland keine Großveranstaltungen stattfinden. An Konzerte, Festivals und Events in ähnlicher Größenordnung ist über den bevorstehenden Sommer also nicht zu denken – jedenfalls nicht im herkömmlichen Format. Unter Berücksichtigung klarer Hygiene-Vorschriften können Besucher auf diese Weise die Konzerte aus dem Auto verfolgen. Einfahrt statt Einlass hieß es und rund 2000 füllten an beiden Abenden den Platz aus. Ausverkauft!
Holger Bücker war als Konzertfotograf vor Ort dabei. Auch für ihn war dies eine ganz neue und in dieser Form ungewohnte Erfahrung und spannende Aktion, wie er uns berichtet:

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LINDEMANN live in Leipzig 2020 - Ein Till als Meister bizarrer Kunst in Hochform

LINDEMANN auf Europatour 2020
14.02.2020 Haus Auensee Leipzig // Support: JADU ++ ASTHETIC PERFECTION

Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) & der RAMMSTEIN-Fronter Till Lindemann - gemeinsam bilden sie das Projekt "LINDEMANN". Just am Valentinstag sorgte das Duo in Leipzig für ein auf den Rängen und im Parkett krachend volles Veranstaltungshaus.

Die Show drehte sich dann auch im weitesten künstlerischen Sinne um (körperliche) Liebe, Selbstzweifel und Wahn. Jene glücklich mit einem Ticket gesegneten Besucher, des vor Monaten innerhalb von Minuten ausverkauften Konzerts, wollten jedenfalls ein aus dem normalen Rahmen fallendes Konzertereignis erleben und bekamen dies geliefert: Wer Till Lindemann nur ein wenig kennt und echte Fans sowieso, konnte auch ohne Spoilern der vorangegangenen Shows bereits erahnen, dass ihn eine Grenzerfahrung erwartet. Bei einigen Unbedarften dürfte die in weiten Zügen recht skurrile bis bizarre (Rock)Show für großes Erstaunen bis teilweises Entsetzen gesorgt haben. Die strikt durchgesetzte P18-Einlassorder jedenfalls hatte ihre volle Berechtigung. Trägt die Musik selbst sehr rammsteinige Züge, so lässt sich LINDEMANN`s Kunst mit "Strikt ohne Feuer, dafür mit mehr Sex!" zusammenfassen, greift damit aber zu kurz.

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Feuer und Flamme: SABATON - The Great Tour 2020 mit APOCALYPTICA und AMARANTHE in Leipzig

Am 19. Juli des Vorjahres veröffentlichten die schedischen Schwermetaller SABATON ihr Album „"The Great War". In der Folgewoche chartete es weltweit und errang in ihrer Heimat, in der Schweiz und Deutschland auf Anhieb Platz 1. Passend dazu kündigten sie ihre „"The Great Tour"“ quer durch Europa an. Aufgrund der großen Nachfrage setzten sie kurzerhand einen weiteren Gig in Europa an: Leipzig.
Eröffnet wurde der Abend von der aufstrebenden schwedisch-dänischen Melodic-Death-Metal-Band AMARANTHE. Als zweite Vorband und Special Guest musizierten die legendären Cello-Rocker von APOCALYPTICA außerdem gemeinsam mit SABATON. Wir waren für euch dabei und erlebten ein Package aus drei fulminaten skandinavischen Bands!

30.01.2020, Leipzig - Quarterback Immobilien Arena in Leipzig

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Fotocredit Falk Scheuring

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