Mystisch – gewaltiges Wave Gotik Treffen Jubiläum 2016 - Offizieller WGT-Tag 1 - Freitag 13.05.2016

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WAVE GOTIK TREFFEN 2016

WGT 2016Der Freitag stand wie so oft im Zeichen des vergangenen Viktorianischen Zeitalters. Schon früh gegen 11 eröffnete das "Victorian Village" mit der Starla Galerie und zeigte Arbeiten verschiedener Leipziger Künstler. Auch die Austellungen in der gesamten Stadt, wie "25 Jahre Wave Gotik Treffen" im Stadtgeschichtlichen Forum, das Grassi Museum oder Runde Ecke waren ab 10 geöffnet, so dass man schon früh starten konnte mit dem Rahmenprogramm. Um 13 Uhr füllte sich dann der Clara Park zum alljährlichen "Karneval" – dem "Viktorianischen Picknick". Schwarzkittel sieht man kaum noch, dafür allerlei Cosplay-, Historien- und Fantasie-Gewandungen der geschmackvollen und geschmacklosen Art.

Dazwischen Spanner mit Teleobjektiven im Gebüsch, Fetischpferdekutschen und Familien mit Klappstühlen und Bratwurst. Aushaltbar war es nicht, auch wenn die Wettergötter noch sehr gnädig waren. Flüchten konnte man sich in die nahe Albertina zu Leipzig, Nicht nur ein sehenswertes Gebäude, eine wunderbare Bibliothek sondern auch eine im Programm angekündigte Austellung zu Lithografien und historischen Darstellungen von Menschenaffen. Menschenaffen Unheimliche Nähe AusstellungDie Exponate waren detaillierte Stiche , großkopierte zeitgenössische Drucke von Viktorianischen Zeitungen, in denen statt Fotografien noch immer mehr gezeichnete Bilder waren und Bilder von absonderlichen Kreaturen in Bestiarien. In stimmungsvolles Dunkel gehüllt waren wir komplett allein in der Austellung, die absolut lohnenswert war.

Von da aus konnte man zur nächsten viktorianischen Veranstaltung fahren – zum "Victorian Village" im Panometer – zweite Ausgabe. Peter Murphy WGT Mitternachtsspecial 2016Da dieses allerdings schon gegen 19 Uhr die Tore schloss , hätte man sich eventuell etwas eher einfinden sollen, um noch etwas vom Programm und den Ständen sehen zu können. So eng, wie in der Veranstaltungsbeschreibung beschrieben, ist der Dresscode nicht zu sehen, Unangenehm aufdringliche Fotografen allerdings wird man nicht finden, sondern nur akkreditierte Fotografen, was sich sehr angenehm auf die Stimmung im Panometer auswirkte. Bei Cupcakes und Sekt konnte man an den weissbezogenen Tischen wunderbar entspannen. Es fehlte allerdings an Atmosphäre durch fehlende Backgroundmusik und durch die Präsentiertellerstellung der Sitzbänke. Auch Plastikpavillons zur Bilderpräsentation wirkte mehr als unpassend. - Zum Pausieren ganz okay dieses Victorian Village, da man unter sich ist. Ansonsten aber ist es "weit ab vom Schuss" gelegen und ein bisschen zu ambitioniert, um eine authentische und angenehm-historische Atmosphäre zu erzeugen.

Nach einen so anstrengenden Tag mussten wir zunächst entspannen, bevor es weiter zu Konzerten gehen sollte. Die meilenweite Schlange zu PROJECT PITCHFORK am Kohlrabizirkus allerdings schreckte ab. Zu IN THE NURSERY war es hingegen angenehm leer.  Das lange vermisste "Mitternachtsspecial" früherer WGT-Jahre in der AGRA-Halle wurde zum Jubiläum wieder neu aufgelegt – PETER MURPHYenttäuschte allerdings durch das Weglassen beliebter Songs. Insgesamt hörte sich das Konzert ganz gut weg, für einen Headliner fehlten aber eindeutig die Highlights.