LORD OF THE LOST – Empyrean & The Final Chapter Of Mankind - neues Album plus Mini-Album 2016

Geschrieben von Vanessa Sickrodt am . Veröffentlicht in CD-Check

Lord Of The Lost - Empyrean

Eine Reise durch verschiedene Sphären

Endlich ist es da... Das neue LORD OF THE LOST - Album "Empyrean"!
So fielen zumindest größtenteils die Reaktionen der Fans auf Facebook aus.

Label: Out Of Line Erscheinung: 29.07.2016

Ich muss ehrlich zugeben, obwohl ich schon seit Jahren großer Fan von LORD OF THE LOST bin, hielt sich meine Begeisterung darüber, was die Hamburger Band da Neues herausgebracht hat in Grenzen. - Vorerst! Das Cover ließ sphärisch/spacig/elektronische Klänge vermuten, da von innen, als auch von außen ein wunderschöner Sternenhimmel als Hintergrund dient und die Jungs, farblich darauf abgestimmt, ziemlich kosmisch wirken. Passt ja auch irgendwie zum Titel.
Als zum ersten Mal, auf dem WGT 2016, der „Vorbote“ The Love Of God live präsentiert wurde, war schnell klar, dass auf LORD OF THE LOST weiterhin Verlass ist. Der Titel kam bei den Fans sofort an. Die Melodie am Anfang des Songs hat auch richtiges Ohrwurmpotenzial! Bei Black Oxide gab's für Sänger CHRIS HARMS weibliche Unterstützung von SCARLET DORN. Zusammen verzaubern die beiden Goldkehlchen den Zuhörer regelrecht. SCARLET DORN wird auch Special Guest auf der Raining Stars Tour sein, die mittlerweile für das Frühjahr 2017 angekündigt wurde.

Vorweg muss ich sagen, dass dieses Album alles andere als langweilig ist. Instrumentalisch ist in jedem Song eine Menge los. Sei es TOBIAS MERTENS am Schlagzeug, der wie immer alles gibt oder die schon vermuteten sphärischen Klänge, wie z.B. in Interstellar Wars. Man möchte meinen, jeden Moment landen Aliens. Für mich war dieses Album jedoch nicht die „Liebe auf den ersten Blick“.
Als ich Song 8: Doomsday Disco das erste Mal hörte, befürchtete ich, dass EMPYREAN wohl das erste Album sein wird, welches ich mir nicht kaufen möchte. Wenn man den Titel hört, ohne den Text mitlesen zu können, klingt es einfach nur, wie ein flippiger Partykracher - Disco eben. Jedoch steckt viel mehr dahinter. Der Song möchte den Zuhörer in eine andere Welt entführen. In eine Welt ohne Terror und ohne Chaos. Rein musikalisch gefällt es mir leider nicht, weil es mich zu sehr an Mainstream erinnert, welcher täglich im Radio läuft. Dafür finde ich die Gedanken, die in diesem Titel stecken umso besser. Denkt man länger darüber nach, bleibt hier viel Interpretationsspielraum.

Da die Hamburger Jungs aber auch immer für eine Überraschung gut sind, gibt es anbei gleich noch ein zweites Album.
THE FINAL CHAPTER OF MANKIND, die zweite CD der Deluxe Edition, ist der absolute Kracher! Während bei EMPYREAN ordentlich die Fetzen fliegen, beginnt diese Scheibe mit einem wunderschönen Instrumentalstück namens Adonai. Die anfangs sanften, melancholischen Klänge regen zum Nachdenken an. Im weiteren Verlauf erweckt es den Eindruck, als steigert sich die Melancholie bis hin zur absoluten Verzweiflung.
Vor allem das Cello, gespielt von CHRIS HARMS höchstpersönlich, kommt hier wahnsinnig gut zum Ausdruck. Das energische Cellosolo, ab Minute 6:12, ist mein persönliches Highlight. Es symbolisiert eine Art Wende in diesem Stück. Von den eingangs sanften, tief traurigen bis dramatischen Klängen, wird man ab diesem Moment akustisch überrollt. Im positiven Sinn! Schlagzeug, Streicher, Orgel... die etwas später, von einem Klavier gespielte, einsetzende Melodie, ist wiederum der typische LOTL-Sound. Mit dem choralen Gesang im Hintergrund ist der Song an Energie nicht zu übertreffen. Ein sehr gelungenes Werk, was für mich auch gut als Filmmusik vorstellbar ist!
Das darauf folgende Lament For The Condemned beweist ebenfalls, dass es die Jungs nach wie vor drauf haben und ihre alten Hits immer wieder toppen können. Der dahin fließende Klaviersound, Streicher, Schlagzeug, Gitarren, zusammen mit der tiefen, dreckigen und auch traurigen Stimme von CHRIS HARMS, sein plötzliches Screaming...ein Traum!
Der Titel Lost in Oblivion sticht besonders durch verschiedene Tempi und plötzlichen Taktwechsel hervor. Lässt man sich vom sehr schnellen energetischen Rhytmus durch den Titel treiben, wird man zwischendurch abrupt durch die swingig werdende Grundmelodie ausgebremst und eingelullt, um dann wieder im rasenden Strudel mitgerissen zu werden. Genial!

Auch wenn mir das Cover zunächst etwas befremdlich erschien, zeigt es hier, dass der erste und optische Eindruck nicht immer der Richtige sein muss. Die Hamburger LORD OF THE LOST überzeugen wieder einmal mehr. Zwei super Platten, sowohl musikalisch, als auch inhaltlich. Der Mix aus Akustik und Dark-Rock ist eine sehr gelungene Mischung. Chapeau und meine Empfehlung!

Tracklist:

CD 1:

01 Miss Machine
02 Drag Me To He
03 The Love Of God
04 Raining Stars
05 In Silence
06 Black Oxide (Feat Scarlet Dorn)
07 Interstellar Wars
08 Doomsday Disco
09 Death Penalty
10 No Gods, No War
11 The Interplay Of Life And Death
12 Utopya
13 Where Is All The Love

CD 2:

01 Adonai
02 Lament For The Condemned
03 Now We Are The Aliens
04 Lost In Oblivion
05 Traveller's Wounds
06 Wishing On A Scar

Raining Stars Tour 2017:

30.03.: München
31.03.: Erfurt
01.04.: Kiel
06.04.: Frankfurt
07.04.: Oberhausen
08.04.: Hannover
20.04.: Nürnberg
21.04.: Leipzig
22.04.: Berlin
27.04.: Wien
28.04.: Stuttgart
04.05.: Osnabrück
05.05.: Köln
06.05.: Hamburg

 

LORD OF THE LOST -Artikel beim POPONAUT-Musikversand:

 

 

 

www.lordofthelost.de

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