PROJECT PITCHFORK - Epitaph-Tour - live im M.A.U. Club Rostock 2025 - ein Fest für die Sinne

Rückblick auf das Konzert von PROJECT PITCHFORK am 31.10.2025 in Rostock

31.10.2025 M.A.U. Club Rostock
Support: Oberer Totpunkt

Der Bann ist ungebrochen, die Magie ihrer Konzerte besteht weiterhin: Wenn PROJECT PITCHFORK rufen, dann kommen sie alle! Das ist auf der aktuellen Tour nicht anders. Die Band kann sich auf eine sehr, sehr treue und immer noch stetig wachsende Fangemeinde verlassen.  Davon überzeugten wir uns beim Besuch eines der Konzerte ihrer Epitaph-Tour Part I im Herbst 2025. Wir reisten für diese Show von Leipzig nach Rostock. Endlich wollten wir einmal in die Atmosphäre des Kult-Club eintauchen. Mit ihren packenden, atmosphärischen Soundlandschaften und einer unverwechselbaren Ästhetik ist jede PROJECT PITCHFORK Show mit Mastermind Peter Spilles im Mittelpunkt ein Erlebnis für sich. 

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Die Gesamtzahl von uns in drei Dekaden besuchter PP-Konzerte können wir nicht mehr zählen. - In den 1990er Jahren und bis weit in die 2000er gehörten sie zu unseren absoluten Favoriten. Zwischendurch verloren wir die Band aus dem engsten Fokus, jedoch erlosch das Feuer nie ganz. Nun hatten wir uns also auf den Weg von Leipzig in den Norden begeben. Es sollte tatsächlich unser erster Besuch im M.A.U. sein. Kultband im Cult-Club, was soll da schon schiefgehen?  Vor Ort begegneten wir einer sehr entspannten und freundlichen Crew des vereinsgeführten Club, ganz gleich ob am Einlass an den Bars oder Security. - Ein ganz wesentlicher Punkt für den Einstieg in einen erinnerungswürdigen Konzertabend.

Zur Eröffnung enterten OBERER TOTPUNKT (ebenso wie der Headliner aus Hamburg stammend und wie man hörte von Peter Spilles persönlich als Begleitung für die Tour ausgewählt) die Stage. Ihre Musik und ihre Show sind auf jeden Fall markant eigenständig und speziell, was sich unter anderem auch in wechselnden Kostümen – passend zu einzelnen Songs – widerspiegelte. Im Mittelpunkt steht hier als Frontfrau Bettina Bormann und um sie herum kreist die musikalische Show aus dunkel-morbiden Synthie-Sound-Collagen, deutlich herausgestellt dazu wirken die Spoken-Word-Lyriks der Fronterin. Das bereits knapp 20 Jahr bestehende Projekt hatte hier und am finalen Beifall gemessen, nach einer durchaus üppigen Spielzeit, auffällig viele Fans versammelt.

Nun nach sehr kurzer Umbauzeit richteten sich alle Blicke auf die „Forke“, welche mittig aus der in schwaches Licht getauchten Bühne aufragte und mit dem einsetzenden Intro den Beginn der Pitchfork-Show markierte: Peter Spilles und die Musiker enterten die Stage, das Instrumental-Intro mündete in dem Song „Timekiller“. Müssen wir noch etwas sagen? – Mit dieser Power-Hymne ging die Crowd sofort und mit einer einladenden Handbewegung von Spilles, voll von Null auf Hundert. Damit nicht genug, ging es mit einem noch älteren Klassiker weiter: „Song Of The Winds“ (1992) ließ uns den Atem stocken. - Wie großartig, unweigerlich kamen da Erinnerungen hoch. Als i-Tüpfelchen an Stelle drei dann „Conjure“ vom gleichen Album (Entities aus 1992). Da sitzt beim Mitsingen jede Zeile, jede Melodiekurve eine Gefühlsachterbahn. „No Leaders. No leaders!!!!!“ Immer noch zeitlos aktuell. Das kann doch so nicht weitergehen. Doch geht es. Mit einem Sprung nach vorn und „Acid Ocean“-RMX (2013), einem Song der auch heute noch in sämtlichen Düsterclubs gespielt wird. Ohne Pause führt der Zeitreise-Ritt weiter über „Titânes“ (2016), „Teardrop“ (1999) und „K.N.K.A.“ (1991) wird das Tempo hochgehalten. Eine klitzekleine Pause für die tanzenden und im vorderen Bereich moshenden Fans bildet „Blind Mice“ (Elysium aus 2024), gefolgt von „Antidote“ (1994). Mit Damit sind wir übrigens erst bei Song 10 der heutigen Setlist mit insgesamt 23 Stücken. Die alten Glieder verlangen nach einer Pause. Das Gefühl sagt weiter, immer weiter. Mit „Memento Mori“ gab es einen brandneuen und zur Überraschung deutschsprachigen Song zu Gehör.
Die für Pitchfork-Verhältnisse sehr kleine Bühne betonte den intimen Charakter dieser Clubshow besonders und die LED-Leinwand im Hintergrund sorgte zusätzlich zu den effektvoll eingesetzten Lichtern für optische Untermalung und Videoeinspieler. Den Platz auf dieser Stage teilten sich mit Sänger Peter Spilles gemeinsam die beiden Drummer Achim Färber und Christian "Léo" Leonhardt mit Waik Schöner (Keyboard und E-Gitarre). Zum Song „Ascension“ erhielt Peter dann Unterstützung durch seine Frau und Sängerin Su.
Ohne ausgiebige Zugabenblöcke läuft bei PP nichts. Auch dies ist eine Konstante auf welche sich die Fans verlassen können. Mit „The Name“ gibt es ein aktuelles Stück und greift die Band abermals tief in die Dark-Electro-Mottenkiste und zaubert daraus Stücke wie „The Longing“ (Alpha Omega 1995), das mit dem Walschlachten-Video im Hintergrund als Songthema bedrückende „The Island“ (1993), sowie das ewig nicht live gehörte „Fire & Ice“ sowie „God Wrote“ hervor. Das berühmte Sahnetörtchen als Abschluss bildete dann „Rescue“. Klappe und Ende einer wahren Power-Show mit zwei Stunden Spielzeit und dreiundzwanzig Stücken. Durchgeschwitzt, platt und glücklich kommen wir noch mit Freunden und Fans ins Gespräch, bevor wir den Club verlassen. Danke und bis zum nächsten Mal! Es war ein ganz besonderes Wiedersehensfest mit dieser Band.

Im zeitigen Frühjahr 2026 geht es für PROJECT PITCHFORK auf Part 2 dieser Tour. Wir halten euch auf dem Laufenden und verpasst es nicht!

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Informationen zum Autor: Living For Music - Music For Living - Aufgaben bei H-Z: Hält die Fäden bei dem Online-Magazin, welches bereits im Jahr 2000 gegründet wurde, zusammen. Autodidakt, Konzertfotograf seit 2002, Redakteur/Chefredakteur seit 2003.

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