DIORAMA auf "Cubed" TourAber immer der Reihe nach...
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Copyright Fotos: Falk Scheuring
Als Opener dürfen und müssen heute Abend AMNISTIA ihren Mann stehen.
Die Lokalmathadoren wissen eigentlich das heimische Publikum hinter sich. Doch heute Abend will der Funke nicht wirklich zünden zwischen den Fronten. Die schon gut gefüllte Halle lauscht den Electro-EBM-Klängen zwar mit gebanntem Blick, aber Bewegung und Stimmung sieht anders aus.... Lag es an der Songauswahl, dem teils weit gereisten DIORAMA-Fans die mit dem Stil nicht so recht anfangen konnten oder daran das Sänger Tino heute nicht so richtig aus sich heraus ging? Dass sie die Bude rocken können, haben sie bereits oft bewiesen. So zum Beispiel auf der Tour mit [SITD] vor wenigen Monaten. Zumindest aber hinterließen AMNISTIA einen anerkennenden Eindruck und wurden mit passablen Applause verabschiedet.In der Umbaupause bleibt Zeit den Blick etwas schweifen zu lassen: Interessant, welche illustre Fanmischung DIORAMA so anziehen. Vom jungen gestylten Gothic-Girl bis hin zum Mann im Mittelalter Marke „Normal-AlltagsLook“ ist alles vertreten. Und wir bleiben bis zum Konzertbeginn jetzt auch besser an unserem Platz im vorderen Bereich und somit Bühnennähe. Eine weise Entscheidung, denn schon bald stehen die Gäste dicht gedrängt hier in der sogenannten Veranstaltungstonne der Moritzbastei .

Die Reutlinger wollen diese Menge nicht länger warten lassen und starten bald ihre Show. Drei Mann des Quartetts entern unter Jubel die Bühne, doch halt, einen kennen wir, der gehört nicht zu dieser Band. Vielmehr handelt es sich um Boris May von KLANGSTABIL, der kurzerhand an den Keys für den ausgefallenen Felix Marc eingesprungen ist.
„Child of Entertainment“ ist genau die richtige Entscheidung zum Beginn und Torben, der jetzt unter großem Jublel erschienen ist, legt sich sogleich voll ins Zeug. Noch schnell ein Schluck aus der mitgebrachten Rotweinflasche, natürlich ordnungsgemäß aus dem entsprechenden Glas und ab geht die Post...
Genau kann ich es nicht beschreiben, aber Torben besitzt eine enorme Bühnenpräsenz, welche sofort in den Bann zu ziehen vermag und ihn somit voll in den Mittelpunkt zieht.
Mimisch und gestisch legt er sich zu 100% in seine Songs hinein. Die Stimmung scheint zwischen Melancholie, Humor und Wahnsinn zu wechseln. Ein fast unheimlicher Entertainer, welchem wir wie die Fans als Lemminge durch das Set folgen. In vorderer Front gemeinsam mit Sasha Fiedler am Bass agiert er und dirigiert er die Fans. Arme Hochreißen, Mitsingen, Mitfühlen. Ein DIORAMA-Konzert ist immer ein Erlebnis. Viel mehr als auf CD reißen uns schwere, melancholische Songs wie „Acid Trip“ oder stampfende tanzbare Stücke wie „Ignite“, die durch Torbens Gesang enorm an Dramatik gewinnen, live mit. Die Menge ist durchweg begeistert. Schon scheint das Finale erreicht, denn Torben kündigt mit „Synthesize Me“ das letzte Stück an.
02 record deal
03 kein mord
04 acid trip
05 alpha animal
06 refugee
07 said but true
08 exit the grey
09 ignite
10 the girls
11 advance
12 synthesize me
z1 stereotype
z2 erase me
z3 why?
z4 drowned (klangstabil vs. diorama)
Sasha Fiedler – Gitarre