DIARY OF DREAMS auf "Ego:X" Tour
Bereits seit gut 20 Jahren bereichern DIARY OF DREAMS mit ihrem eigenen Stil die Independent-Szene und erfreuen sich weiterhin wachsender Beliebtheit. „If“, das letzte von insgesamt 9 Alben stammt aus dem Jahr 2009. Für 2011 wird ein neues Album bereits angekündigt. Im Frühjahr tourten sie im Vorprogramm von UNHEILIG durch die großen Hallen und reisten nun auf kleiner Ego:X -Clubtour durch sieben deutsche Städte.
Copyright Fotos: Mandy Privenau
Neu war für uns die sogenannte Theaterfabrik in Leipzig als Konzertlocation und ebenfalls eine feine Überraschung. Unser erster Blick fiel auf eine große schwarze Traube Wartender vor dem mit Neonschrift beleuchteten Eingang. Während der Parkplatzsuche erkannten wir sehr viele "fremde" Kfz-Kennzeichen. Die Fans hatten also für das einzige Konzert im Großraum von Ostsachsen weite Wege gern in Kauf genommen..
Beim Anstehen die Treppe hinauf zum Theatersaal-Einlass inmitten der endlich wieder einmal liebevoll schwarz gestylten Besucherinnen und Besucher, kam echtes Leipziger WGT-Feeling auf. Der Veranstaltungsraum selbst bietet perfekte Clubatmosphäre. Tief gezogene Decke, die Wände dunkel ausgekleidet, eine ausreichend große Bühne, im hinteren Teil Sitzreihen und vorn kein störender Graben. Faszinierend!
Die Vorband dAVOS betrat mit etwas Verzögerung um 20:45h die Bühne. Da die Massen am Eingang noch nicht einmal alle
abgefertigt waren, begann die bereits 2004 gegründete Band dAVOS vor wirklich wenigen Leuten ihr Set, doch nach und nach füllte sich der kleine Saal. Um das Publikum anzuheizen wählten die aus Wien stammenden Jungs Michael Ruin (Musik) und Eric Nelson (Vocals) für mich etwas unpassende Songs. Etwas zu ruhig kam „What I Prefer“ daher, doch im Laufe der insgesamt 7 Songs wurde auch die Stimmung ausgelassener. Die wohl bekanntesten Stücke „These Days“ und „Illuminate“ fehlten natürlich auch nicht.Als Vorband für mich persönlich geeignet, aber bisher habe ich leider nichts entdeckt, was mich völlig überrascht hätte.
01. What I Prefer
02. Illuminate
03. These Days
04. For Heaven's Sake
05. My New Pearl
06. Decline
07. Lass es sein
Nach einer kurzen Umbaupause schauen alle Besucher gebannt zur Bühne, denn noch im Dunkel zieht ein düsteres Intro die volle Aufmerksamkeit auf sich.
DIARY OF DREAMS starten mit „Nekrolog 43“ und anschließend begrüßt Adrian die Anwesenden mit einem freundlichen „Endlich zu Hause!!“. Das kommt an beim Publikum. Schon beim zweiten Stück „The Wedding“ sind fast sämtliche Hände gemeinschaftlich erhoben. Eine ausgeklügelte Lichtshow setzt die 4 Musiker und ihren Mastermind und Sänger Adrian Hates perfekt in Szene.
Dies ist der erste Vorbote vom schon längst versprochenen und nun für Frühjahr 2011 angekündigten Album Ego:X. DOD kehren somit die Reihenfolge um. Neues Livematerial wird ausgetestet und sich bald auf dem Studioalbum wiederfinden.
So rocken sich Adrian, die Gitarristen Gaun:A und Flex, der neue Keyboarder Synr und ein geheimnisvoller neuer Drummer durch ein sehr abwechslungsreiches Set, während die Temperaturen im Club von Minute zu Minute analog zur Stimmung ansteigen. Gaun: A muss die undankbare Aufgabe übernehmen, den „letzten Song“ des Abends anzukündigen. Pfiffe dafür aus dem Publikum. Doch es folgen noch mindestens 45 Minuten, in denen sich sein wiederholter Spruch zum wahren Running Gag mausert.
Nach einer kurzen Verschnaufpause halten Adrian, Gaun:A und Flex im Vordergrund Akustik-Gitarren in den Händen. Es folgen vier auf diese Weise gefühlvoll vorgetragene und allseits bekannte DOD-Stücke, die eine ganz neue und intensive Wirkung erzielen. Wieder eine dankende Verabschiedung unter tosendem Beifall. Doch der Techniker stimmt die E-Gitarren neu. Es geht also nochmal rockiger weiter mit „Menschfeind“ und „Soul Stripper“. Absolut passend lässt man dann nach vollen 2 Stunden die Show mit dem Gänsehautstück „She and her Darkness“ gefühlvoll ausklingen. Noch einmal großer dankbarer Jubel von den Fans, die gemeinsame Verneigung einer sichtbar glücklichen Band vor ihrem Publikum und das Licht geht an.
Setlist DIARY OF DREAMS
01. Nekrolog 43
02. The Wedding

03. Echo in me
04. Odyssey Asylum
05. Hypo)crypticK(al
06. Splinter
07. King Of Nowhere
08. Choir Hotel
09. Immerdar
10. The Darkest Of All Hours
11. UnWanted
12. Undividable
13. 21 Grams Of Nothing
14. The Chain
15. The Plague
16. Chemicals
17. Kindrom
19. The Curse - Akustik-Version
20. Giftraum - Akustik-Version
21. Traumtänzer - Akustik-Version
23. Soul Stripper
24. She and her Darkness
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