TRANSIT POETRY-Pedestrian In The Sky

Geschrieben von Mandy Privenau. Veröffentlicht in CD-Check

TRANSIT POETRY-Pedestrian In The Sky

Release: 18.02.2011 

Vollendung der
Band-Tetralogie


 
 
 
 
TRANSIT POETRY - Pedestrian In The Sky
 
Label: Danse Macabre
Stil: Gothic-Rock / Metall

 
Die Strategie die TRANSIT POETRY seit 2002 verfolgen, hat nun mit der Veröffentlichung des letzten Teils ihrer Tetralogie mit dem Album "Pedestrians In The Sky" ihren Höhepunkt und ihr Ende gefunden.transitpoetry-logo.jpg

Mastermind Sascha Blach hatte sich schon bei der Gründung in den Kopf gesetzt, 4 Konzeptalben zu produzieren, die sich mit den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft beschäftigen.
 
9 Jahre lang ist dieser Plan gewachsen und so veröffentlichten sie zum 18.02.2011 nun als letzten thematischen Teil das „Luft“-Album.

Ich fragte mich schon, wie man ein Album mit der Thematik dieses Elements kreieren könne.
Aber TRANSIT POETRY haben Eines geschaffen. Das Thema „Luft“ kommt auf teils subtile Weise in jedem der Songs zum Vorschein: der Hauch des Lebens, das Fliegen der Schmetterlinge, Schwerelosigkeit, Träume, Sturm oder das Gefühl des Erstickens.
 
Im Vergleich zu den vorangegangenen drei Alben fällt hier auf, dass Frontmann und Songwriter Sascha Blach wesentlich mehr Wert auf abwechslungsreiche Stücke, kreative Parts im Sinne von Instrumenten und musikalischer Gestaltung und vor allem auf eingängige Refrains gelegt hat. Dieses Album bietet 15 (!) Tracks und keiner gleicht irgendwie dem anderen. Dennoch lässt jedes Stück den Transit Poetry Stil klar erkennen. 72 Minuten Spass für jedermann könnte man sagen.
 
Sascha legt sich hier wohl am wenigsten fest, welchem musikalischen Genre die Band angehören sollte. Gothic, Rock, Electro und auch Pop ist zu finden. Sogar stilistische Einflüsse aus afrikanischer Musik findet man wie z.b. im Song „A Prayer oft he Planet“. Die Bandbreite an musikalischen Gattungen macht dieses Album in meinen Augen so interessant, weil es bildlich gesprochen viele Gesellschaftsgruppen und Interessen an einen Tisch zusammenfinden lässt.Transit Poetry Band

Auch nach mehrmaligem Anhören finden sich weitere kleine Raffinessen, die es nicht langweilig werden lassen. Vor allem positiv hervorheben möchte ich „A Drowning Man“ , welcher mit dem Einsatz einer Kantele aufgewertet wurde. Dieser Song plänkelt einfach angenehm dahin, macht aber gleichzeitig nachdenklich und gedankenversunken. Hier hat man sich stark auf den Text fixiert und möchte den Hörer mit in den Bann dieser Platte ziehen – man träumt sich regelrecht hinein in diese Welt wie im Traum. 
 
Auch wenn das Thema LUFT in diesem Album als zentrale Rolle steht, so sind die Songs allesamt handfest und in keinster Weise Schall und Rauch. Die Songs sind gut durchgeplant und an ihrer jeweils sinnvollsten Position im Album angebracht. Der Wechsel zwischen tanzbarem Pop und gitarrengetriebenen Goth-Rock sowie Trip-Hop und Wave lässt den Hörer immer wieder neue Seiten des Talents der 5 Berliner entdecken.

Nun etwas zu den Songs an sich. "Aeroplanes Into The Sun" wird unterstützt mit einem wehmütigen, echten Akkordeon und bringt dem Publikum die eigene Innenwelt ein Stück näher.
Neuheit schlechthin ist aber der erste und bislang einzige deutschsprachige Song „Der Nachtwandler“. Für mich eines der besten Stücke des Albums. Ungewohnt ist es, Saschas Stimme in deutsch zu hören, aber für mich eine sehr positive Erfahrung.
Ein Gastauftritt hat dieses Mal LEANDRA bekommen, die bei „Luminous Stars“ die nicht mehr ganz so metall-lastigen Hauptstadtbewohner unterstützte.
Mit „Storm“ – das Extrem welches die Luft hervorbringen kann- kommt auch der elektronische Sound zum Einsatz. Sehr rockig, tanzbar und im Ansatz sogar zum Headbangen geeignet.
Einige Songs (bei 15 Stück sicher auch keine Verwunderung) „knallen“ nicht so sehr.
So ist z.B. „Space Volcanous“ etwas langatmig, bietet aber eine neue Erfahrung von der Klangumgebung des Albums, da es hier alles viel sphärischer abgeht. Doch diese nicht zu 100% perfekten Songs lassen die wirklich großartigen im noch glänzenderen Licht erstrahlen.
Die Singleauskopplung „Little Buddah“ und das dazugehörige Video sollte sich jeder der nur im Ansatz etwas von TRANSIT POETRY hält, anhören. So einprägsam, kritisch und gleichzeitig beschwichtigend mild in der Gestaltung ist kaum ein anderer Song von ihnen.
 
Jeder wird den ein oder anderen Ohrwurm auf diesem letzten Album der Vierer-Serie finden und lieben lernen.
Wir hoffen natürlich, dass es auch nach Abschluss dieser Thematik durch das Album
„Pedestrian in the sky“ mit mindestens genauso spannenden und vielschichtigen Songs weiter geht.
 
Anspieltipps:
A Drowning Man
Der Nachtwandler
Storm

Tracklist:
01. Astronauts & Butterflies
02. Monsters
03. A Drowning Man
04. Little Buddha
05. A Prayer To The Planet
06. Space Volcanoes
07. Der Nachtwandler
08. Storm
09. Blood On The Windmills
10. Rhyme Of The Fairies
11. The Solitary Dancers
12. Aeroplanes Into The Sun
13. Luminious Stars
14. Halo Of The World
15. Ad Infinitum
 
 
 
 
Band-Besetzung:
Sascha – Gesang, Gitarre, Bass, Keyboards, Programming
Andrei – Gitarre, Background-Gesang
Svana – Gitarre, Kantele
Stefan – Bass, Background-Gesang
Juuri – Keyboard

Gastmusiker:

Leandra - Gesang



 

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