IN EXTREMO - Leipzig - 2011 - Bericht

am . Veröffentlicht in Photoreports 2011

In Extremo 2011 IN EXTREMO auf "Sterneneisen"  Tour
 
Leipzig - Haus Auensee - 28.04.2011
 
Fast zwei Monate sind IN EXTREMO bereits auf Tour zu ihrem neuen Album „Sterneneisen“. Regelmäßig stattet das reiselustige Septett auf seinen Konzertreisen der sächsischen Metropole einen Besuch ab. Aufgrund der regen Kartennachfrage diesmal sogar für zwei Tage in Folge. Wenn die Spielleute rufen, ist HELL-ZONE natürlich dabei! :)
 

 

Copyright Fotos: Falk Scheuring


 

Ohrenfeindt Vor Ort an diesem Donnerstag angekommen, bietet sich mir das mittlerweile zu erwartetende Bild an gut gemischtem und doch, trotz der szeneübergreifenden Erfolge, ein recht schwarz angehauchtem Publikum. Neben einigen ganzen Familien mit Kindern (wobei ich selbst nicht begeistert bin, Kids zu einem abendlichen und lauten Rock-Konzert mitzunehmen), sieht man Metaller und Mittelalter-Freaks mit einem breiten Altersdurchschnitt zwischen 20 und 55 gut gelaunt beisammen stehen.
Während sich die in meinen Augen schönste Leipziger Konzert-Halle, das Auensee, zusehends füllt, beginnt die Supportband ihr Spiel. OHRENFEINDT sind es und sie bieten Musik, die durchaus den Geschmack der Anwesenden zu treffen scheint. Die AC/DC-Rocker wirken äußerst professionell. Kein Wunder, denn seit fast 20 Jahren stehen sie auf der Bühne. Solider und eingängiger Hardrock kommt eben nie aus der Mode. Die Menge tobt zwar nicht gerade frenetisch, aber wohlwollender Applause ist der Band sicher.
In Extremo - Flieger
Es ist an der Zeit für IN EXTREMO:  Der Saal wird stark abgedunkelt. Das Intro zieht die Gäste in den Bann, denn auf der überdimensionalen Leinwand wird das Vagabundenflugzeug vom Cover der aktuellen CD „Sterneneisen“ zum Leben erweckt und schwebt über eine große Leinwand. Anschließend entern nach einem ohrenbetäubenden Knall die sieben Recken die Bühne. Das Auge schweift umher, denn es gibt jede Menge zu entdecken, als nun der Blick vollständig auf die Stage frei gegeben ist. Diese ist vollständig genutzt und man weiß gar nicht, was man zuerst ansehen soll. Der Drummer Specki T.D. sitzt mittig erhaben auf einemgroßen Podest, flankiert links und rechts von Flex Dem Biegsamen und Yellow Pfeiffer (mit Bagpipes), die sich ebenfalls auf großen Podesten platziert haben. Davor in vorderer Front sind Van Lange an der Gitarre, Die Lutter am Bass und etwas seitlich natürlich Dr. Pymonte positioniert. Im Zentrum aber steht der siebente Sänger und SpielmannMichael Rhein alias Das Letzte Einhorn. Was heißt steht? Von der ersten Minute an wirbelt der Frontmann mit der charmanten Reibeisenstimme über die Bühne.
 
In Extremo Fans in Leipzig Das Set eröffnet man direkt mit dem Titelsong „Sterneneisen“. Von dem anschließenden Stück „Frei zu sein“ und dessen hohen Mitsing-Potential profitieren alle Anwesenden sofort.
 
Der spezielle Magiebogen von IN EXTREMO zwischen Band und Publikum ist erfolgreich aufgebaut. Bereits jetzt zeichnet sich ab, das das Konzert zum Selbstläufer werden kann. Die Band hat optisch und musikalisch eine atemberaubende Show zusammengestellt. Neben der exzellenten Lichtshow werden die Akteure selbst und das Publikum abwechselnd auf eine große Leinwand projiziert. Das sorgt vor allem für Entspannung bei den nicht so großen Mädels hinter den breiten Männerschultern. Sie bekommen so einen ebenfalls guten Blick auf das ganze Geschehen. Die Setlist der umtriebigen Spielleute beinhaltet selbstredend einige Stücke vom neuesten Album "Sterneneisen", vom letzten Charterfolgs-Album "Sängerkrieg" sowie aus der kompletten gut 15-jährigen Bandgeschichte. In Extremo Besonders euphorisch wird bei altbekannten Stücken wie beispielsweise "Spielmannsfluch" oder "Herr Mannelig" mitgefeiert. Aber im Prinzip wird jedes einzelne Stück von der Menge förmlich aufgesogen. IN EXTREMO, die den Mittelalter-Rock praktisch salonfähig machten, können aber auch anders: So zum Beispiel mit der einfühlsamen Ballade „Hol die Sterne“.
 
Doch schon geht es krachig weiter: Funkenfontänen, aufspringende Flammen, und weitere gleißend helle Pyroeffekte werden passend in die Stücke eingebaut. Ein bißchen gefährlich wirkt es schon, aber die Jungs wissen bestimmt, wo sie zu stehen haben, während es um sie herum höllisch fackelt. Zwischendurch ist genügend Zeit für die ein oder andere Ansage an das wohlwollende Leipziger Publikum.
Ja, diese Band spielt zu Recht ganz obenin der Liga der besten Live-Bands mit!
 
Noch jemand nicht richtig bei der Sache? - „Spielmannsfluch“ eröffnet mit einem mächtige Böllerknall. Schlag auf Schlag werden die eigenen weiteren Hits heraus geholt. „Küß mich“, „Viva La Vida“, „Rotes Haar“. Dann zieht ein geniales Gitarrensolo die 100%ige Aufmerksamkeit auf sich, verschafft damit Sänger Micha eine kleine Verschnaufpause. Mit „Sängerkrieg“ und der gefühlvollen Ballade „Auf's Leben“ geht es ins vorläufige Finale.
In Extremo Der Titel „Gold“, lässt die Fans in den lautstark geforderten Zugabenblock einbiegen und in der Halle und auf der Bühne jede Menge goldigen Glitter herab rieseln. Während ein Helfer anschließend schnell das Drumset mit einem goldenen Laubbläser davon befreit, folgt sogleich der Song „Rasend Herz“. Ein allerletztes Mal wird zu dem zeitlosen „Omnia Sol Tempera“ aufgedreht und es beschließt gleichzeitig ein grandioses Konzert.
 
Die Band bedankt sich bei dem aufmerksamen Publikum und verläßt die Stage. Der Beifall will hingegen noch lange nicht Enden. Die Bühnenarbeiter haben heute ausnahmsweise Pause, denn am folgenden Tag gibt es ja das angekündigte Zusatzkonzert an gleicher Stelle. Noch völlig im Bann der letzten 2 Stunden höre ich, wie viele Fans laut überlegen, auch diese Show spontan noch zu besuchen....
 
 
Setlist:
„Sterneneisen“
„Frei zu sein“In Extremo
„Liam“
„Erdbeermund“
„Zigeunerskat“
„Vollmond“
„Herr Mannelig“
„Unsichtbar“
„Horizont“
„Zauberspruch No. VII“
„Siehst du das Licht?“
„Stalker“
„Hol' die Sterne“
„Spielmannsfluch“
„Küss Mich“
„Viva la Vida“
„Rotes Haar“
„Sängerkrieg“
„Auf's Leben“
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„Gold“
„Rasend Herz“
„Omnia Sol Tempera“
 
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