DEATHSTARS - Berlin Bericht 21.03.2011

Geschrieben von Mandy Privenau am . Veröffentlicht in Photoreports 2012

Deathstars - Bericht Berlin 2012Deathstars - Headliner Tour 2012  
Support: Marionette
  
Berlin - Postbahnhof - 21.03.2013
 

Die schwedischen Metal-Glam-Rocker konnten im vergangenen Jahr als Vorgruppe bei RAMMSTEIN viele neue Fans gewinnen. Nun gingen sie auf eigene Headlinertour durch Europa und diese führte sie für drei Shows auch nach Deutschland.

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Copyright Fotos: Mandy Privenau

 


 


Bereits weit vor dem Einlass um 19 Uhr waren schon einige Fans versammelt um die besten Plätze zu erwischen, doch der große Ansturm auf das Konzert blieb heute aus. Viele Kurzentschlossene fanden sich zum Ticketkauf an der Abendkasse ein, anschließend musste bis zum Beginn der Show noch eine Stunde mittels Getränk und Gesprächen überbrückt werden.Supportet werden die DEATHSTARS auf ihrer Tour von den sechs Göteborger Jungs und Visual Kei'lers MARIONETTE. Nach ihrem Debüt "Spite", dem zweiten Werk „Enemies“ und nun dem neuen Album „Nerve“ ist die Supportband der DEATHSTARS zu sein sicherlich ein großes Sprungbrett. Landsmänner halten eben zusammen! Die MARIONETTEn bieten eine gute Mischung aus gepflegtem Melodic Death, modernem Metal und ein bisschen elektronischer Untermalung und starten ihr Set pünktlich 21 Uhr mit den Worten:
„Are you redaaaaay?“
.


Berlin war „ready“ und ließ sich von den Skandinaviern ordentlich
Marionette supporting DEATHSTARS Berlineinheizen. Die Akustik war leider nicht so gut, oft übersteuerte es und man konnte den englisch sprachigen Gesang nur schwer verstehen. Dafür drang aber durchaus viel Beat und Melodik ans Ohr. Zweistimmige Gitarrenriffs, stampfende Drums und ein teilweise schrecklich verzerrtes E-Piano, getoppt von aggressiven Shoutings von Frontmann Alexander, welcher sich zum Ende hin auch seines Shirts entledigt hatte.
Einige Songs wären wirkungsvoller und klarer gekommen, hätte man auf die teilweise nervigen Synthie-Klänge verzichtet, aber die Jungs sind noch jung und probieren sich aus! Nach knapp 45 Minuten war diese Geschichte dann auch gegessen und die sehr lange Umbaupause zu den DEATHSTARS begann. Kurz nach 22:15 Uhr war es dann soweit! Die Todessterne kamen auf der Bühne und starteten ohne großartiges Intro ihr Set. Whiplasher Bernadotte eroberte die Stage, dunkel düster in Lederjacke, mit ein bisschen Glitzer in den Haaren, rotem Lippenstift und ein wenig Goldstaub auf der Haut. Alle Bandmitglieder waren rockig gestylt, wenn gleich immer wieder Trash-Elemente wie Kettchen oder funkelnd glitzernde Instrumente das Bild auflockerten.
Deathstars
Es war eindeutig die Zeit des Death-Glamour! Mit „Mark oft he Gun“ eröffneten die fünf Skandinavier ihren Abend. Ab der ersten Sekunde begann eine große Party. Das Publikum war bunt gemischt, Menschen allen Alters zwischen 18 und 55 waren anwesend, vereinzelt sogar Kinder um die 10 Jahre. Die Supporttour mit RAMMSTEIN im vergangenen Jahr hat dieser Band einen gehörigen Zuwachs an Fans beschafft, doch dieser Ruhm sei ihnen gegönnt! Durch die gesamte Performance zog sich ein Spiel, welches der Frontmann und das Publikum miteinander ausfochten. Eine Art „Master and Servant“ entwickelte sich, wenn das Publikum ohne „Anweisung“ losjubelte wurde dies sofort unterbunden und sollte, sofern der Anweisung widersprochen wird, mit dem Ausziehen der Fans bestraft werden. Das hätten komischerweise die meisten in Kauf genommen und so erschien die Drohung nicht ganz ausgereift. Apropos Ausziehen: so ein bisschen mehr Fleisch vor allem der Akteure auf der Bühne hätte der ein oder andere vormals weibliche Gast schon gern gesehen. Aber die Jungs hielten sich züchtig bekleidet, lediglich Cat Casino legte zur Zugaberunde die Lederjacke ab. Dennoch folgen die Fans brav den Ansagen und schreien bei „SCREAM!“ auf Kommando was das Zeug hält. DEATHSTARS Der Klang war bei DEATHSTARS wesentlich besser als noch bei MARIONETTE, es war gewohnt kühl industrial-like: rockige Riffs und ein ballerndes Schlagzeug taten ihr Übriges um mit den bösen, düsteren Texten das Maximum an Stimmung heraus zu holen. Whiplasher Bernadotte und auch alle anderen spielten schön während des Auftritts mit den ersten Reihen und suchten auch körperlich Kontakt zu den Fans. Die musikalische Mischung aus alten Songs und Neuem war sehr gelungen. Aus jeder Ära waren Titel vertreten, die momentan neueste Single „Metal“ genau wie „Revolution Exodus“ von Werk Nummer 1. Alle machten einen super Job! Gitarrist Nr. 1. Nightmare Industries und Gitarrist Nr. 2. Cat Casino und Bassist Skinny sorgten an den Saiteninstrumenten für Rock ´n Roll. Frischling Drummer Vice gibt alles und erhebt sich mehrmals hinter dem Schlagzeug um dem „Gewummer“ auch ein Gesicht zu geben. Highlight unter anderem ist der Song „Blood Stains Blondes“. Der Mob tobt und die Stimmung kocht! Leider ist Club und Bühne sehr klein, gut für den direkten Kontakt zur Band, denn eine Absperrung oder einen Fotograben gab es nicht, allerdings konnten die Jungs sich kaum austoben und auch die Nebelfontänen unter den üblichen METAL-Trittflächen kamen nicht gut zur Geltung. Die ersten Reihen konnten kaum Atmen, geschweige denn die Augen offen halten, wenn der Nebel losging.

Nach nicht ganz 1,5 Stunden und 3 Zugabetracks war dann auch schon wieder Ende. Der Tourmarathon scheint ihnen doch etwas in den Knochen zu stecken. Der Abend hat sich aber definitiv gelohnt und ein bisschen Glamrock hat noch keinem geschadet! Mit Aftershowparty war leider nix, wenn die Security hat bereits kurz nach 00:00 Uhr nach draußen gebeten. MARIONETTE standen noch zum Fanplausch am Merchstand, die DEATHSTARS haben sie aber nicht mehr bei den Fans sehen lassen, bis wir letztlich auch gegen halb 1 die Location verlassen hatten.
  Setliste: 1  - Mark of the Gun Deathstars Whiplasher Bernadotte
2  - Motherzone
3  - Semi-Automatic
4  - New Dead Nation
5  - Night Electric Night
6  - Tongues
7  - The Fuel Ignites
8  - Blitzkrieg 9 - Virtue
10 - Chertograd
11 - Metal
12 - Blood Stains Blondes
13 - Cyanide
Encore:
14 - The Revolution Exodus
15 - Trinity Fields
16 - Death Dies Hard

 


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Fotocredit Falk Scheuring

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