DIORAMA - Leipzig - Bericht 2013

Geschrieben von Detlef Fink am . Veröffentlicht in Photoreports 2013

Diorama Leipzig 2013 DIORAMA - "Even The Devil Doesn`t Care" Tour 2013
Support: SLAVE REPUBLIC
Leipzig - Anker - 02.03.2013
 
Die Umgebung stimmte schon mal. Der ANKER hat was. Okay, für einige vielleicht etwas zu Nostalgisches – abgelatschtes Parkett, eine Empore (zugänglich nur für Privilegierte) und nur eine kleine Bühne. Doch genau diese urigen Räumlichkeiten des Ankers sorgten mit dafür, dass sich auch bei der übersichtlichen Besucherschar am heutigen Abend eine fantastische Stimmung entwickeln konnte.

 

 

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Copyright Fotos: Frank Buttenbender


 
 
SLAVE REPUBLIC nutzten das Flair, die Gegebenheiten und die ihnen zur Verfügung gestandenen 45 Minuten, so dass das Publikum ab dem ersten Ton mit dem Trio war, auch wenn SLAVE REPUBLIC nur bei wenigen Titeln unverwechselbar sind. "ELECTRIC", ein Titel ihres ersten Albums ELECTRIC ONE, ist so eine Nummer mit hohem Wiedererkennungswert, welche eindeutig als SLAVE REPUBLIC zu erkennen ist. Der ausgesprochen eingängige Elektro-Pop mit Wurzeln in den 80ern ging vehement ab. Diese Musik funktioniert unbedingt auch in den Clubs. Festplatte, ergänzende elektronisch verfremdete Live-Drums, live gespielte Gitarren und Gesang, bei Bedarf von allen drei Protagonisten, überzeugten absolut. Diese Band lieferte genau die richtige Einstimmung für DIORAMA. SETLIST SLAVE REPUBLICSLAVE REPUBLIC

1.  PAINT MY HEART BLACK (QUEST FOR LOVE)
2.  WALKING GHOST (QUEST FOR LOVE)
3.  ELECTRIC (ELECTRIC ONE)
4.  EMPTINESS (QUEST FOR LOVE)
5.  THE DRIVER (ELECTRIC ONE)
6.  PRIMÄRREIZ (QUEST FOR LOVE)
7.  MÉNAGE Á TROIS (QUEST FOR LOVE)
8.  LASHES KISS (QUEST FOR LOVE)
9.  PROMISES & BROKEN HEARTS (QUEST FOR LOVE)
21:22 Uhr starteten dann DIORAMA. Heute in der Stammbesetzung mit Felix Marc an den elektronischen Zauberkästen und dem zweiten Mikrofon. Das ist schon erwähnenswert, denn Mastermind Torben Wendt ohne Felix Marc ist eigentlich nur DIORAMA light. Wenn diese besonderen zwei Stimmen aber zusammen über dich kommen, dann ist das die Vollbedienung für die Ohren und die Seele. So dürfen zwei Männerstimmen zusammen klingen!
Diorama - Torben Wendt live 2013Auch wenn das Konzert im Rahmen der EVEN THE DEVIL DOESN’T CARE – Tour 2013 stattfand, war es erfreulich nicht ausschließlich ein Promotion-Konzert für das gleichnamige aktuelle Album dieser großartigen Band. So wurde es ein außergewöhnliches Konzert, welches wieder belegte, dass Torben und seine Mitstreiter eindeutig für eine zeitlose Kunst stehen. Ob gestandenes oder brandneues Material, alles passte gänzlich ohne Störstellen in die Dramatik dieses nachhaltig wirkenden Abends. Der Fan wird schon anhand der Set-Liste ganz gut erkennen, wie der Stimmungsbogen gespannt war, auch wenn DIORAMA von CD und DIORAMA live klanglich erfreuliche Unterschiede aufweisen. SETLIST  DIORAMA 1.  MAISON DU TIGRE (EVEN THE DEVIL DOESN’T CARE)
2. THE EXPATRIATE (EVEN THE DEVIL DOESN’T CARE)
3.  EXIT THE GREY (A DIFFERENT LIFE)

Diorama - Foto Frank Buttenbender 4.  WHEN WE MEET AGAIN IN HELL (EVEN THE DEVIL DOESN’T CARE)
5.  ERASE ME (SYNTHESIZE ME)

 6.  IGNITE (CUBET)
7.  WEISS UND ANTHRAZIT (EVEN THE DEVIL DOESN’T CARE)
8.  DAS MEER (HER LIQUID ARMS)
9.  SUMMIT (EVEN THE DEVIL DOESN’T CARE)
10.  SOMEONE DIES (AMAROID)
11.  THE SCALE (EVEN THE DEVIL DOESN’T CARE)
12.  CHILD OF ENTERTAINMENT (CUBET)
13.  HOPE (EVEN THE DEVIL DOESN’T CARE)
14.  OVER (EVEN THE DEVIL DOESN’T CARE)
Z1: WHY (A DIFFERENT LIFE)
Z2: ADVANCE (HER LIQUID ARMS)
Z3: THE LONG WAY HOME FROM THE PARTY (EVEN THE DEVIL DOESN’T CARE)
Z4: SYNTHESIZE ME (A DIFFERENT LIFE)
Mit dem Intro zu "MAISON DU TIGTRE" und dem eigentlichen Song schlichen sich DIORAMA musikalisch in den Abend, nahmen Fahrt auf und blieben mit "THE EXPATRIATE" und "EXIT THE GREY" erst einmal auf diesem Stimmungsniveau. Das alles in der richtigen Lautstärke, so dass man wirklich genießen konnte, den ganzen Abend über.
DioramaMit "WHEN WE MEET AGAIN IN HELL", nun auch mit Torben am Klavier, "ERASE" und "IGNITE" wurde dann intensiv beschleunigt. DIORAMA marschierten dabei druckvoll, um danach mit "WEISS UND ANTHRAZIT" ein, zwei Gänge herunterzuschalten und mit der eher stillen Semi-Akustikversion von "DAS MEER" das Publikum sprachlos zu machen. Stille, fast völlige Stille unter den Zuhörern. Atemlos lauscht man dem kammermusikartigen Vortrag dieser Nummer. Torben wieder kunstvoll am Klavier und Felix an den Zauberkästen faszinierten durch ihren einmaligen zweistimmigen Gesang. Das zerrte an der Seele, so dass man förmlich erleichtert war, als Drums und Gitarre die aufgebaute Spannung lösten. Ganz groß! Stiller blieb es dann auch mit "SUMMIT" und "SOMEONE DIES", auch mit Torben an den Tasten.
Mit "THE SCALE" legte man dann den Spannungsbogen wieder an und baute mit "CHILD OF ENTERTAINMENT" energiegeladen den Druck weiter auf, ohne die Stimmung zu zerstören, höchst emotional, oftmals latent traurig und dabei unterschwellig aggressiv, typisch DIORAMA live.
Wesentlichen Anteil an diesen sich unweigerlich einstellenden Emotionen hatten die Videoprojektionen, die nie zum Selbstzweck liefen, sondern jeden Titel auf seine ganz spezielle Art untermalten und damit komplett machten.Diorama "HOPE" marschierte dann genau auf der eingeschlagenen Richtung vom Titel davor. Mit dem berührenden epischen "OVER" vom aktuellen Album war dann offiziell "over". Die Band verließ die Bühne, um zur großen Freude der Fans gleich wieder für weitere drei Titel die Bühne zu beseelen. Mit "WHY" wurde der Zugabenteil erst einmal etwas ruhiger eingeleitet, um dann mit "ADVANCE" und "THE LONG WAY HOME FROM THE PARTY" nochmals richtig aufzudrehen. Da war dann auch wieder dieser höchst emotionale zweistimmige Gesang, druckvoll mit der unterschwellig aggressiven Stimmung. Jetzt hieß es wieder "Schluss" und die Band verabschiedete sich. Doch die Menge forderte mehr. Und sie bekamen mehr. Für ihren Hit "SYNTHESIZE ME" erschien das Quartett nochmals nach ca. 115 Minuten Konzert für diese nun endgültig letzte Nummer.
 
Dieses Konzert war definitiv das erste ganz große Konzerthighlight des Jahres 2013!
Wer nur ein paar Minuten seiner Zeit investierte, hatte nach dem Konzert die Möglichkeit, mit Torben und Felix zu reden, sich mit ihnen fotografieren zu lassen oder seine CDs signieren zu lassen.
Was will der Fan mehr?
 

 

 
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