MERA LUNA FESTIVAL 2013

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impressionen_meraluna_2013_alexanderjung_0076.jpg M'ERA LUNA FESTIVAL 2013

Flugplatzgelände - Hildesheim-Drispenstedt - 10. und 11. August 2013

 

Das zweite Wochenende im August in Hildesheim, der ehemalige Flughafen Drispenstedt öffnete seine Pforten und die Besucher stürmten das Festivalgelände. Ein grandioses Aufgebot an Bands, Shoppingmöglichkeiten, Freizeitaktivitäten und viel Platz zum Showlaufen der dunklen Art. 25.000 Besucher zählte das ausverkaufte Mera Luna Festival 2013 an diesem Wochenende.
 
 
Copyright Fotos:  talecs - Alexander Jung

 

Bereits am Freitag strömten die Besucher auf die Campingplätze des Geländes. Damit keine Langeweile nach dem Zelte aufbauen aufkam, konnte man bereits die Shoppingmeile erkunden. Nach einem Begrüßungssekt am Stand von Xtrax und einem kleinen Spaziergang über das Gelände lauschten wir den Vorlesungen von Boris Koch, Christian von Aster und Markus Heitz. Der neue kleine Hangar war gut gefüllt und heitere Gesichter in der Runde lauschten den Autoren.
Für alle die anschließend noch nicht in ihr Zelt fallen wollten, gab es eine Pre-Warm-Up-Party, die von vielen Feierwütigen ab 22 Uhr gut besucht wurde. Das Hauptgelände vor der Mainstage und dem Konzert-Hangar blieb an diesem Abend allerdings noch geschlossen.

Samstag 10.08.13
Die Mainstage wurde am Morgen von der Band Mollust, den diesjähriegen MERA LUNA Newcomer-Contest-Gewinnern, eröffnet. lordofthelost_meraluna_2013_alexanderjung_0120.jpg
Gleich im Anschluss rockten Lord of the Lost das Festival. Das Publikum ließ sich leicht zu dem rockigen Beat der Hamburger mitreißen. Mit einer guten Mischung aus neuen und älteren Songs überzeugten Sänger Chris Harms und seine Jungs die Masse. Die Performance war kraftvoll und energetisch, mit Showeinlage von Allrounder der Band Gared Dirge. Dieser fiel heute extra schick gestylt für das Mera Luna im beinfreien Damenkleid auf. Nach einem kurzen Set von lediglich 30 Minuten, mussten die LOTL-Fans ihre Idole leider ziehen lassen. Doch der Ansturm auf die spätere Autogrammstunde und eine zusätzliche Foto-Stunde am späteren Nachmittag, brachte wohl auch alle verstimmten Gemüter wieder zum Lächeln.

Zeitgleich gab es eine Gothic Fashion Modenschau, die im Disco-Hangar stattfand.
Im Konzert-Hangar eröffneten Rêverie das Indoor Programm. Im Anschluss feierten Bands wie Desdemona, The Arch, Eisenfunk und Cultus Ferox gemeinsam mit den Festivalgästen. Stilistisch sehr abwechslungsreich bot sich mit jeder Band etwas Neues, sodass immer wieder wechselndes Publikum angelockt wurde.

Gruselig und rockig ging es auf der Mainstage mit Ostfront weiter. Sie glänzten und rockten mit einer blutig durchgestylten Show und mit einer Choreinlage. Die Stimmgewalt erinnerte dabei sehr an Rammstein.
Gegen Mittag drängten dann immer mehr Zuschauer vor die Bühne. Viele hielten von Anfang bis Ende des Festivaltages in der ersten Reihe aus, um ihren Lieblingsmusikern ganz nah zu sein.
 
mesh_meraluna_2013_alexanderjung_0046.jpg Auf der Mainstage dann endlich einmal Mesh bei Tageslicht und nicht in der dunklen Hangar-Halle! Sie überzeugten mit tanzbaren elektronischen Melodien und animierten zum Mitsingen. Fans tanzten zu den besten Songs wie "You din´t want me" und ebenso zu neuen Songs aus dem aktuellen Album "Automation Baby". Durch zeitlich teilweise parallele Abläufe war es leider nicht möglich, sowohl Mainstage als auch alle Hangar Bands zu begutachten.

saltatiomortis_meraluna_2013_alexanderjung_0080.jpg Weiter ging es im Programm mit Saltatio Mortis und es wurde unüberschaubar voll vor der Mainstage. Mittelalterliche Klänge, in Rock-Art gespielte Dudelsäcke und ein tobendes Publikum sowie eine begeisterte Security Mannschaft feierten ordentlich ab. Die Band stellte Songs aus Ihrem neuen Album "Das schwarz Einmaleins" vor und natürlich Mitschunkelsongs wie "Ode an die Feindschaft" und "Eulenspiegel". Überraschung für alle und ein kleiner WarmUp war der Gastauftritt von Martin Engler. Der MonoInc Sänger unterstütze Alea den Bescheidenen und heizte das Publikum an zur neuen SAMO-Single "Wachstum über alles" mit der kleinen bitte, den Text nicht allzu ernst zu nehmen.

Die nächste Band waren dann The Crüxshadows. Spätestens jetzt blieb kein Fuß mehr auf dem Boden haften und das Publikum zappelte gemeinsam mit Frontmann Rouge und seiner Combo ab. Tänzerische Darbietungen auf der Bühne und Kletteraktionen von Rouge gab es natürlich ebenfalls wie gewohnt zu bestaunen.

"Selig" wurde es mit MonoInc. Die Masse feierte die Mittlerweile sehr bekannte Band. Auf den Campingplätzen gab es ganze MonoInc Support Cliquen und Fanzelte. Sänger Martin hatte deutlich Spaß die Masse zum Mitsingen zu bewegen. Drummerin Katha Mia feuerte mit einem Drumssolo das Publikum im Mittelteil der Show noch einmal richtig an. Highlight der Performance war eindeutig das Duett mit Joachim Witt, der sich persönlich gemeinsam mit einem Kinderchor die Ehre gab die neue Single "Kein Weg zu weit" mit MonoInc zu performen. Absolute Gänsehaut bei dieser stimmlichen Kombination!
the_crxshadows_meraluna_2013_alexanderjung_0065.jpg Unterdessen fanden Fans der Elektro-Szene und Synthi-Liebhaber im Hangar Anschluss mit den Darbietungen von Diorama, Haujobb und Gruselrocker Björn von Gothminister. gothminister_meraluna_2013_alexanderjung_0189.jpg Die Bühnenshow mit Monstern, abgetrennten Köpfen und Kettensegen verfehlte die Wirkung auf keinen Fall.

Bühne frei und musikalisches Kontrastprogramm gab es von und mit Deine Lakaien. Ernst Horn am Piano und Sänger Alexander Veljanov gaben ihre Klassiker wie u.a. "Over and Done" zum Besten. Das Publikum sichtlich zwiegespalten lauschte den disharmonischen Klängen. Optisch leider nichts wirklich interessant gestaltet lief Veljanov von links nach rechts ohne große Interaktionen.
asp_meraluna_2013_alexanderjung_0001.jpg Mit großer Erwartung machte sich eine Art Mischung aus Vorfreude und Ungeduld beim Publikum breit. ASP eroberten sich die Bühne zurück, viel Pyrotechnik und altbekannte Songs wie "Ungeschickte Briefe", "Werben" und viele weitere tolle Songs, erweckte das Publikum ganz schnell wieder zurück zum Leben. Besonders beeindruckend eine Regenwand aus Funken in welcher Alexander Spreng unbeeindruckt performte. Feuerfontänen und verzaubernde Klänge durchströmten die aufkommende Nacht. Mit der Zugabe "Ich will brennen" verabschiedeten sich ASP.
Zeitgleich zockte im Hangar Nachtmahr und überzeugte das marschierende Publikum zu harten Beats. The Klinik, eine 80er Jahre Verbindung, feierten den Abschluss des ersten MEra Luna Tages im Hangar mit Ihrem Hits wie "Black Leather und „Bite now bite"
 
him_meraluna_2013_alexanderjung_0006.jpg Highlight des Tages, und mit Abstand die meist ersehntest Band, gab es auf der Mainstage- H.I.M! Ville Valo und seine Jungs machten mit Songs wie "Wings of a butterfly", "Wicked Game" und "Burried alive by Love" deutlich, das Sie die gebührenden Headliner des Tages sind. Sehr ergreifend war es als ohne Aufforderung das gesamte Publikum ihren größten Hit "Join me" mitsang. Ein gefühlvoll schmachtender Ville und eine über beide Ohren grinsende Band gaben auch viele neue Songs des aktuellen Album „Tears on Tape“ live wieder. Wahrlich einer der besten Auftritte der finnischen Erfolgsband H.I.M. seit langem! Glücklich und zufrieden zogen sich alle nach und nach in ihre Zelte, Hotels oder zu den Aftershow-Partys zurück. Sonntag 11.08.13
ASP Kopf Alexander Sprang und Autor Kai Meyer eröffneten den Sonntag im Hangar zu einer Lesung. Diese wurde von Zuhörern überrannt und schnell waren alle Sitzplätze belegt.
Vor der Mainstage war im Nu die erste Hälfte im Zuschauerbereich gefüllt. Etwas bewölkt verhielt sich das Wetter aber dennoch hellwach begrüßten am Morgen Schwarzer Engel die Besucher auf der Mainstage.
Unzucht überraschten mit Ihrem ersten Auftritt beim Mera Luna. Tanzbare Rocksongs, vermittelt durch die sympathischen Jungs aus Hameln und Hannover. Trotz Verletzung rockte Sänger "Der Schulz" die Bühne und auch das Stagediving ließ er sich nicht nehmen. Vor der Bohne war es schon zu dieser frühen Stunde reichlich voll! Songs wie "Kleine geile Nonne", "Engel der Vernichtung" und "Deine Zeit läuft ab" machten alle erst mal s richtig schön wach. Als kleines Dankeschön gab es von den Fans ein Happy Birthday Ständchen inklusive La Ola Welle für Bassist Alex Blaschke.
 
Eine großartige Kulisse wurde erbaut, und stilvoll in ihren Gewändern eroberten nun Coppelius mit einer erheiternden Bühnenshow die Zuschauer. Rock auf klassischen Instrumenten wie Cembalo, Klarinette und Kontrabass mit viel Schauspielerei der beiden Frontmänner Le Comte und Herrn Max Coppella. Butler Bastille moderierte durch die Show und tat alles um den Aufenthalt den übrigen Herrschaften so angenehm wie möglich zu machen.
 
Dann wurde es wieder düster auf  der großen Bühne. Die Helsinki Vampires von The 69 Eyes gaben sich die Ehre. Mit dem Intro von der Erfolgsserie True Blood "I wanna do bad Things with You" verführten sie ihr Publikum zu all den Klassikern wie "Brandon Lee", "Gothic Girl" und "Waisting the Dawn". Zum Ausrasten brachten die Altrocker die deutlich angewachsenen Masse mit dem Song "Lost Boys".
Ein paar Regentropfen später stürmten Tanzwut die Bühne. Teufel und seine Mittalter-Rock-Kollegen eroberten die Zuschauer im Sturm. Die Performance bot einige Highlights, so auch den Auftritt des „Rückradreißers“. Nach viel Promotion fürs neue Album und ein gröhlendes Mera Volk zum Lieblingssong "Bitte Bitte", verneigte sich die Band mit einem zufriedenen Grinsen zum Abschied.
 
Keine Wünsche blieben unerfüllt bei Staubkind. Melancholisch und gefühlvoll gab Louis Manke und Band Ihre Songs zum Besten. Sie berührten emotional mit sanften Klängen, nach all dem böse-düster Rock ´n Roll eine wirklich willkommene Abwechslung.
Doch die Ruhe währte nicht lange. Die Spieldauer wurde länger und nun ertönten auch schon bald harte Gitarrenriffs und Synthie Klänge der erfolgreichen Band Apotygma Berzerk. Die Stimmung erreichte Ihren Höhepunkt zum Cover von "Major Tom". Völlig losgelöst von der Erde, feierten Ihre Fans diesen Auftritt.

Blutengel performten gewohnt im düsteren Musicalstyle. Elektronische Beats, Liveband und viel nackte Haut durften im Standartrepertoire nicht fehlen. Die Sänger Chris Pohl und Ulrike Goldmann fesselten Ihr Publikum mit einer guten Mischung aus alten und neuen Songs. Die durchdachte und abgestimmte Bühnenshow, sowie eine kleine Feuerperformance boten jedem etwas für Ohren und Augen.
Im Hangar spielten derweil die Bands Eden weint am Grab, In the Nursery, Clan of Xymox und natürlich SITD. Wesentlilch eletronischer als auf der Aussenbühne sorgten diese Bands für ausreichend harte Elektrobeats und genug tanzbaren Stoff.
 
kirliancamera_meraluna_2013_alexanderjung_0027.jpg Kirlian Camera brachten ebenfalls den Hanger zum Beben und die sexy Frontfrau Elena sicherlich auch ebenso viele Herzen zum Schmelzen. Sie wusste mit Ihrer beeindruckenden Stimme und Tanzperformance die Masse zu animieren. Songs wie "Eclipse" durften natürlich nicht fehlen.
Zeromancer, die sehr spontan für IMAX eingesprungen sind, da diese wegen stimmlicher Schwierigkeiten leider absagen mussten, wurden feierwütig vom Publikum empfangen. Es hätte definitiv einen wesentlich schlechteren Ersatz geben können. Als Genesungswunsch in Richtung IAMX sendete Frontmann ALEX ein speziell für diesen Auftritt einstudiertes Cover des eigentlichen IAMX-Songs „After Every Party I Die“. Front Line Assembly gestalteten, als einer der beiden Headliner des 2ten Festivaltages, den Abschluss im Hangar. Bill Leeb gab alles um die Besucher mit einem guten Gefühl wieder nach Hause zu entlassen.
Front 242 spielten als vorletzte Band an diesem Sonntag auf dem Aussengelände. Gekonnt mit harschen Elektro EBM Songs feuerten Sie die Masse noch einmal vor dem Auftritt des Headliners an. Zwei im Blaumann kostümierte Frontsänger die Ihr Bestes gaben um in der untergehenden Sonne von sich zu überzeugen.

Einen atemberaubenden Abschluss brachten Nightwish hervor. Noch beim Soundcheck drängten sich die Massen vor die Bühne, es gab kein Durchkommen mehr zu den ersten Reihen. Die ersten Töne gepaart mit Feuerfontänen vor und auf der Bühne ließen Jubelschreie über das Gelände ertönen. Die großen Leinwände und ein Keyboard verkleidet als Orgel gestalteten die Bühne. Sängerin Floor Jansen glänzte mit einer professionellen Performance und perfekten Tönen, die leider teilweise akustisch etwas zu leise rüberkamen. Ihre Energie zog die Massen in Ihren Bann, um noch einmal für einen krönenden Abschluss, der in Erinnerung bleibt, zu sorgen. Fazit: Dieses Jahr war das Mera Luna mit Abstand von Lineup, Koordination, Abfolge, Organisation und auch vom Publikum her eines der besten Festivals 2013. Super Wetter, nette Menschen und kaum Verzögerungen ließen die Besucher ein rund herum gelungenes Wochenende erleben.

 

 
                                        
 

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