TARJA - Leipzig - Bericht 2013

Geschrieben von Detlef Fink am . Veröffentlicht in Photoreports 2013

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TARJA - "Colours In The Road"-Tour

mit Support TEODASIA

Leipzig - Haus Auensee                                       
01.11.2013
 
Tarja Turunen und Band luden die Fans von lupenreinem Gothic-Metal zum Konzert in das neue Haus Auensee ein und wurden mit einem großartigen Konzert belohnt.
 
Copyright Fotos: Dani Vorndran

Tarja - Foto Dani Vorndran Im neu gestalteten Haus Auensee eröffneten TEODASIA aus Italien den heutigen Konzertabend. Mit ihrer sehr gekonnten Spielart des Powerrock / Metal bereicherten sie eines doch sehr breitgefächertes und viel bespieltes Genre. Es war schon erstaunlich, mit welch einer Rockröhre diese zierliche kleine Frontfrau (die junge Frau wirkte selbst mit Highheels noch klein) ausgestattet war. Auch wenn die Stimme der Lady nicht einmalig ist, ist sie unbedingt bemerkenswert. TEODASIA überzeugte die über 1000 Gäste im Haus Auensee mit Spielfreude und handwerklichem Können als Band auf ganzer Linie schon deshalb, weil kaum Beiträge von der Festplatte eingespielt wurden. So wie es sich anhörte, wurden auch die Soundflächen vom Keyboarder live gespielt. Da wurden fehlende Hooklines des ansonsten musikalisch recht ansprechenden Materials problemlos vergessen gemacht. Das Publikum ließ sich bereitwillig anmachen und genoss die kurzweiligen 30 Minuten des Auftritts. Mit reichlich viel Beifall bedacht konnten die Italiener die Bühne verlassen.
21:00 Uhr startete das Intro der COLOURS IN THE ROAD 2013 - TOUR von TARJA. Mit "IN FOR A KILL" legten TARJA dann unter tosendem Applaus auch gesanglich los. Bei der Titelauswahl der Band lag das Hauptohrenmerk auf der aktuellen Veröffentlichung (siehe auch Set-Liste). Auch wenn Tarja Turunen offensichtlich eindeutig das Sagen hat, kann man TARJA nur als eine Band wahrnehmen. Jedes Bandmitglied hat gewisse Freiräume, sprich darf sich zumindest einmal am Abend solistisch in den Vordergrund stellen, sei es auch nur für einen kurzen Moment.
 
Alex Scholpp an der Gitarre, Mike Terrana an den Drums und Max am Cello, die Rocker, bekamen richtig Solo-Zeit während des instrumentalen Teils von "NEVER ENOUGH". Überhaupt sind TARJA nun mehr eine Formation mit eindeutig metallischem Korsett. Der kammermusikalische Teil wurde aus dem Repertoire verbannt, auch wenn ein Schwenk zurück auf Grund der Besetzung der Band vorstellbar wäre. Tarja - Foto Dani VorndranÜberhaupt sollten über die Besetzung der Band für die weniger Kundigen zumindest ein paar Worte verloren werden. Mittlerweile ist, bis auf die Position am Bass, die Band seit Jahren stabil besetzt. Alex Scholpp an der Gitarre (Ex-Farmer Boys), Mike Terrana an der gewaltigen Schießbude (Ex-Axel Rudi Pell, Ex-Rage und, und, und), Max Lilja am Cello (Ex-Apocalyptica), Christian Kretschmar am Keyboard und bei Bedarf auch am Cello (auch auf Tour u.a. mit SCHILLER) und zur Zeit Anna Portalupi am Bass (Ex-Masquerade), das sind Namen, die einen Klang haben, nicht nur in der schwarzen Szene. Mit diesen Pfunden kann man wuchern. Und Tarja Turunen weiß, wer mit ihr musiziert, wie jeder einsetzbar ist. So ist diese ungewöhnliche Besetzung maßgeschneidert für das Repertoire von TARJA. Man kommt ohne eine zweite Gitarre klar. Diesen Part übernimmt Max am Cello. Das ist genau so ungewöhnlich, wie genial. Das musikalische Duell von Alex und Max bei "NEVER ENOUGH" hatte da schon etwas Besonderes. Hervorragende zweite Stimmen gab es auch. Christian Kretschmar und Alex Scholpp waren die Chorknaben, die Tarja während des gesamten Konzertes live unterstützten, sehr schön zu hören z.B. bei "ANTERROOM OF DEATH". Die fetten, breiten Chöre, die zu hören waren, kamen aber definitiv von der Festplatte. Bei  "WISH I HAD AN ANGEL" zeigte Alex, dass die Nummer mit seinem Gesang genauso gut funktioniert , wie ursprünglich bei NIGHTWISH mit Marco Hietala. Dieser Titel wurde für mich neben "OVER THE HILLS AND FAR AWAY", auch hier war Alex stimmlich absolut überzeugend, zu einem Highlight des Abends.
 
Mit "MEDUSA" wurde der letzte Titel des Konzertes angekündigt. Tarja - Foto Dani VorndranNach nur 60 vergangenen Minuten Spielzeit war den Leuten klar, dass es dies nicht gewesen sein konnte. Die Zugabe-Rufe wurden daher sofort laut und die Band ließ sich nach einer kurzen Pause für die Stimme von Tarja erwartungsgemäß nicht lange bitten. Wieder im neuen Outfit, den ersten Klamottenwechsel gab es während des Instrumentalteils von "NEVER ENOUGH", mischten TARJA das Auditorium mit "VICTIM OF RITUAL" erneut auf. Überhaupt herrschte eine rege Interaktion im Haus Auensee. Tarja hatte ihr Publikum im Griff, ein Publikum, welches wegen TARJA im Saal war und grandios ab der ersten Sekunde feierte.
Nach "OVER THE HILLS…" war dann endgültig Schluss. Glücklich und zufrieden verließ die Band die Bühne und die Leute nach einem ganz großen Konzertereignis das Haus.
 
 
SET-LISTE Tarja Leipzig 2013 1. IN FOR A KILL – WHAT LIES BENEATH (2010)
2. 500 LETTERS – COLOURS IN THE DARK (2013)
3. SING FOR ME – MY WINTERSTORM (2007)
4. FALLING AWAKE – WHAT LIES BENEATH (2010)
5. I WALK ALONE – MY WINTERSTORM (2007)
6. ANTEROOM OF DEATH – WHAT LIES BENEATH (2010)
7. NEVER ENOUGH – COLOURS IN THE DARK (2013)
8. NEVER ENOUGH BAND – COLOURS IN THE DARK (2013)
9. UNTIL SILENCE – COLOURS IN THE DARK (2013)
10. DIE ALIVE – MY WINTERSTORM (2007)
11. MYSTIQUE VOYGE – COLOURS IN THE DARK (2013)
12. NEVERLIGHT – COLOURS IN THE DARK (2013)
13. MEDUSA – COLOURS IN THE DARK (2013)
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14. VICTIM OF RITUAL – COLOURS IN THE DARK (2013)
15. WISH I HAD AN ANGEL – ONCE (2004)(NIGHTWISH)
16. UNTIL MY LAST BREATH – WHAT LIES BENEATH (2010)
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17.  OVER THE HILLS AND FAR AWAY – COVER GARY MOORE
 

Tags: Tarja

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