Karl Bartos - OFF THE RECORD Live in Leipzig

Geschrieben von Knut Seltmann. Veröffentlicht in Photoreports 2015

21.11.2015 – Haus Leipzig

Große Kunst kommt von großen Künstlern. Einen der großartigsten Künstler auf dem Gebiet der elektronischen Musik konnte man am 21.11.2015 im Haus Leipzig live erleben.

karl bartos 20151122 1424585159Unterstützt von den beiden Musikern Sascha Wild und Robert Baumanns bot der Electro-Pionier Karl Bartos einen beeindruckenden Mix aus Stücken seines aktuellen Albums „OFF THE RECORD“ und älteren Werken bis hin zu vielen KRAFTWERK-Songs. Die Freude dabei war dem sympathischen Wahl-Hamburger zu jeder Zeit anzusehen.

karl bartos 20151122 1943265639Zur Einleitung wurden die ca. 250 Gäste im bestuhlten Saal des HAUS LEIPZIG mit futuristischen Geräuschen auf die andere Seite, also in die perfekte Klangwelt des Karl Bartos, geholt. Diese Geräusche bauten sich zu dem Kraftwerk-Klassiker „NUMMERN“ auf, welcher nahtlos in „COMPUTERWORLD“ überging.
Zwischen weiteren Hits wie „DAS MODEL“, „HOMECOMPUTER“, „TRANS EUROPE EXPRESS“, „THE ROBOTS“ und „TASCHENRECHNER“ fügten sich die neueren BARTOS-Songs ein, als wollten sie das KRAFTWERK-Erbe fortführen.
karl bartos 20151122 1329237644„THE CAMERA“ (2003), „ATOMIUM“ (2013) und selbst die Zugabe „TV“ (1993) zeigten, teils poppig, teils perfekt technoid und manchmal sogar als Ohrwurm „verkleidet“, welch großartiges Potential in Bartos auch außerhalb KRAFTWERKs liegt. Dabei konnte man durch bestimmte Sounds und den Einsatz von Vocoder-Stimmen immer wieder Bezug zur Kraftwerkvergangenheit des Künstlers erkennen.
Zum Kunstwerk wurde das Konzert aber erst durch die visuelle Komponente. Drei Videowände über den Musikern unterstützten die Wirkung von Klang und Text mit passenden Filmen und Bildern. Hier waren allerdings die Parallelen zu Kraftwerkkonzerten manchmal etwas zu deutlich erkennbar.

Nach reichlich 1,5 Stunden Konzert schien es für viele Gäste schwer zu sein, in die normale Welt zurückzufinden. So verweilten einige Fans noch lange im Saal. Aber Karl Bartos gesellte sich bald wieder zu ihnen und schrieb bereitwillig Autogramme. Nur auf Fotos mit dem Idol ohne Starallüren mussten die Fans verzichten.

Unsere Galerie von Karl Bartos live in Leipzig>>>

Tags: konzertberichte Kraftwerk Leipzig KARL BARTOS OFF THE RECORD

Die neuesten Berichte:

22. DARK STORM FESTIVAL - Gothic zwischen Weihnachtsbaum und Gänsebraten

25.12.2018 Stadthalle, Chemnitz

EISBRECHER ++ Covenant ++ AGONOIZE ++ Goethes Erben ++ Welle:Erdball ++ Lebanon Hanover ++ Funker Vogt ++ In Strict Confidence ++ Ash Code ++ Eisfabrik ++ Nachtblut ++ Hell Boulevard ++ V2A

Traditionell zieht es seit mittlerweile 1997 am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags zahlreiche schwarze Szenegänger nach Chemnitz um dort dem Feiertagsstress zu entfliehen. Das Dark Storm Festival ist mittlerweile ein Instanz und wahrscheinlich das einzige Weihnachtsfestival in Deutschland welches überlebt hat.

Unsere Galerien zum 22. Dark Storm Festival >>>
Fotograf: Alex Jung

 

Weiterlesen ...

FLAT AND BOOTS FESTIVAL 2018 - stompen mit DAF und DIE KRUPPS

30.11. und 01.12.2018 im Felsenkeller Leipzig

Die EBM Elite Sandersleben und Electric Tremor Dessau luden zur gepflegten "Familien"-Party nach Leipzig ein und dies bereits zum 3. Mal. Als Location hat sich der mit einem gewissen Flair durchflutete historische Felsenkeller für das Electro-Event etabliert. 

Unsere Galerien zum FLAT AND BOOTS III >>>
Fotograf: Alex Jung

Weiterlesen ...

EMPATHY TEST bezaubern auf Headlinertour in Leipzig

"Holy Rivers" - Tour 2018 mit Supportband ADAL am 9.11.2018 im Club Hellraiser - Leipzig Engelsdorf

Das in Londoner beheimatete Trio ist ein echtes Phänomen. Gegründet bereits 2013, haben wir sie zum ersten Mal zu Beginn des Jahres 2016 wahrgenommen. Damals schon waren EMPATHY TEST als Support von AESTHETIC PERFECTION und MESH unterwegs.

Weiterlesen ...

ROME auf Hall of Thatch Tour 2018 - Johanneskirche in Löbau

Zu Beginn des Jahres 2018 erschien das neue Album “Hall Of Thatch” über Trisol Music Group. ROME beschreiben ihren Stil dabei gerne als „Chanson Noir“. Reuters Songs – meist als Teile genreübergreifender Konzeptalben – vermögen live gleichermassen Geschichts- und Kulturinteressierte, wie auch tanzwütige Indierocker zu überzeugen. Den Texten merkt man Reuters Liebe zur Literatur an: Es finden sich Zitate und Versatzstücke der unterschiedlichsten Autoren: von Brecht bis Jünger, von Camus bis Celine, von Burroughs bis London. ROME will sich weder auf ein Genre festlegen, noch von außen festlegen lassen.

Weiterlesen ...
Mo Di Mi Do Fr Sa So

Newsletter