BALLROOM PASSIONS Festival - Bericht 2012

Geschrieben von Peggy R. / Falk Scheuring am . Veröffentlicht in Photoreports 2012

ballroom-passions-flyer BALLROOM PASSIONS - Spring Break Edition
 
IN STRICT CONFIDENCE ++ SOLITARY EXPERIMENTS ++ F.O.D. ++ PAKT
 
Dresden - Reithalle STRASSE E - 31.03.2012
 

 

Die Frühjahrsausgabe der BALLROOM PASSIONS getauften Eventreihe war für diesen letzten März-Samstag angekündigt und gern ließ uns die angekündigte Bandauswahl eine Fahrt nach Dresden antreten. Lest hier unseren Bericht dazu.

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Copyright Fotos: Falk Scheuring


 

 

Der Bunker, die Szenelocation in der Dresdener Strasse E, lud zum BALLROOM PASSIONS-Spring Break Clubfestival mit vier elektronischen Bands ein.
Schon für 19 Uhr war der Beginn angesetzt und eine noch sehr überschaubare Menge hatte sich zum Start mit dem noch „jungen“ Bandprojekt PAKT eingefunden. Wir blendeten unser Vorwissen um die Protagonisten aus und gingen völlig unvoreingenommen an die Sache heran. Tja, was wir zu hören bekamen war eine coole Show, die uns insgesamt ordentlich beeindruckte. Chris Ruiz, Gio van Oli und ein Live-Schlagzeuger spielten vor dem Hintergrund einer großen Leinwand Stücke ihres bald erscheinenden Debüt-Albums. Lässig wirkten sie, umso mehr erstaunte uns das Eingeständnis von Sänger Chris wie aufgeregt er sei und ob er denn die Band schon vorgestellt habe. - Ja, hatte er schon ein Stück vorher, aber doppelt hält besser... ;-)  Abwechslungsreich klingen die tanzbaren Beats, die durch Chris' Art rotzig daher kommen und beim Zuschauer direkt in die Beine gehen. Mal mit EBM-Anleihen, mal mehr Richtung Electropop, auf diese Weise wurde es ein kurzweiliges Set und auch mehr und mehr ankommende Gäste des Festivals schauten gebannt zu. Das wuchtige und schon bekannte „Freiheit“ war natürlich dabei, doch gab es noch einige weitaus hörbarere Stücke erstmals auf die Ohren. Für einen Song tauschte sogar Gio sein Keyboard mit dem Mikrofon ein, was die Freunde des Duos sichtlich spontanen Ausrufen und Beifall quittierten. Wir freuen uns auf mehr! Und: PAKT klingen nach allem, nur nicht nach AND ONE... ;-) F.O.D. Konnten wir in letzter Zeit häufiger auf Bühnen erleben. Die Band ist immer fleißig auf Tour unterwegs und wird uns immer sympathischer. Heute Abend passten sie sehr gut ins musikalische Gesamtraster. Mit den Stücken „Maschinentanz“ und „Synthesizertanzmusik“ stellte die Band und ihr Anliegen und ihren Stil gleich treffend vor, wie praktisch. F.O.D. bedienen sich gern einiger Samples bekannter Szenehits wie zum Beispiel Sequenzen von THE PRODIGY und den typischen AND ONE-Beat. Jedoch bringen sie es musikalisch geschickt in einen neuen Gesamtkontext. Und irgendwie ist es da nur logisch, das Ex-Blutengel-Sängerin Eva Pölzing, die nun schon seit einiger Zeit in dieser Band wirkt, auch ein neu abgemischtes Stück aus dem Pohlschen Repertoire zum Besten gibt. - Sichtlich zur Freude vieler Anwesender! Mit dem EBM-beatgeschwängerten „Dirty Pop“ läuteten sie dann ihr finale ein. Gefeiert wurde dazu ausgelassen zugleich auf und vor der Bühne. HELL-ZONE hate bei der Band nachgefragt, wie es ihnen in Dresden gefallen hat: „Wir  haben uns auf das Konzert riesig gefreut. Gerade in der Heimat ist es etwas Besonderes zu spielen. Es ist immer wieder ein Fest mit befreundeten Bands auf der Bühne zu stehen. Die Stimmung war bombig und es freut uns immer wieder wenn Fans uns durch die ganze Republik nach reisen. Bekanntlich ist ja nach dem Konzert vor dem Konzert. Deshalb freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit Solitary Experiments und PAKT bei der Darkflower Live Nights am 05.05.2012 in Leipzig.“ Setlist F.O.D. 01. Intro – let`s ROCK!!! :o)
02. Maschinentanz  
03. STM
04. Angels (Eva)
05. Allein (Eva)
06. Dreams
07. Burnout
08. Jung und Stolz_RMX
09. Seelenschmerz (Eva)
10. Gleichstrom (Eva)
11. Dirty Pop / (Rene) … (TSCHÜÜÜßßßßß) SOLITARY EXPERIMENTS sind seit Jahre eine Konstante in der Szene und auch heute waren zahlreiche Fans anwesend, die teilweise der Band sogar aus Berlin nachgereist waren, um an diesem Samstag mit der Band so richtig abzufeiern. Für Sänger Dennis muss es eine Freude gewesen sein, der tanzenden Menge von der Bühne aus zuzuschauen. Ein paar Sorgenfalten auf des Masterminds Stirn wegen technischer Schwierigkeiten wird der aufmerksame Beobachter mitbekommen haben. Den meisten ist es wahrscheinlich nicht einmal aufgefallen und tat so der guten Stimmung absolut keinen Abbruch. Dafür sorgte natürlich auch die ausgefeilte Songliste in dem einstündigen Set. Die 60 Minuten Spielzeit wurden optimal angereichert mit den Highlights aus über 15 Jahren dieser Berliner Band. Neben Sänger Dennis werkelten Steve und Michael eher unauffällig an den Keys, während Drummer Frank echte Akzente in der Liveshow setzt und zusätzlich für Stimmung sorgt. Zum ersten Mal an diesem Abend wurden dann auch lautstark Zugaben gefordert, denen das Quartett nur zu gern nachkam. Setlist SOLITARY EXPERIMENTS
1. WORDS OF WISDOM
2. HOMESICK
3. PALE CANDLE LIGHT
4. EDGES
5. DELIGHT
6. EPIPHANY
7. DÉJÀ VU
8. IMMORTAL
9. FLASH OF LIFE
10. POINT OF VIEW
11. TRIAL AND ERROR
12. RISE AND FALL Z1. WATCHING OVER YOU
Z2. STILL ALIVE Wie lange ist die letzte Show hier in der Gegend her? Dennis muss schon eine ganze Weile nachdenken. Auf jeden Fall ist es schon einige Jahre her und damit viel zu lange. Die Freude auf den Headliner des Abends ist deshalb verständlicherweise recht groß.
IN STRICT CONFIDENCE kann man inzwischen schon zu den Urgesteinen der Szene rechnen. Altbacken klingen sie deshalb absolut nicht. Dafür sorgt schon Musikperfektionist Dennis Ostermann höchstpersönlich. Seit geraumer Zeit steht er nicht mehr allein auf der Bühne. Neben Keyboarder Jörg Schelte, der fast unbemerkt von der Menge im Hintergrund der Bühne werkelt sowie einem Livedrummer, sorgen musikalisch, gesanglich und optisch mit Haydee Sparks und Nina de Lianin zwei attraktive Frauen für gehörige Aufmerksamkeit. Die beiden wirken sichtlich gelöst und während Dennis sich hingebungsvoll den Texten widmet, bereichern sie die Show durch Performance-Einlagen und verstehen sich dabei offensichtlich vortrefflich. Das ist natürlich der Stimmung im Konzertsaal sehr zuträglich. So ausgelassene Partystimmung, wie noch bei den Vorgängern kommt hier schon aufgrund des Stils von IN STRICT CONFIDENCE nicht auf, aber hier befindet man sich auf einem tiefer greifenden emotionalen Ebene. ISC Songs sind zum Genießen da und gehen regelmäßig unter die Haut. Durch den Gitarreneinsatz von Haydee haben alle Stücke einen rockigen Charakter erhalten, was ISC insgesamt dynamischer erscheinen lässt, als noch in früheren Jahren.
Dennis zieht mit seiner charismatischen und unverwechselbaren Ausnahmestimme und Stücken My Despair“ oder auch „Forbidden Fruit“, wo diese stimmliche Eigenschaft ganz besonders wirksam erscheint, völlig in den Bann. „
Im Set hätte ich mir noch sehnlichst etwas von den ganz alten Sachen wie den Klassiker „Industrial Love“ oder „Prediction“ oder auch das Neuere „Ewige Nacht“ gewünscht, doch nach nur einer Stunde ist das Set zu Ende. - Das hätte wirklich etwas mehr sein können, ist aber wohl der Tribut an einen Festivalauftritt wie diesen heute Abend.
Aus dem der Bühne entgegen gesetzten Ende der Konzerthalle, verdeckt durch einen dunklen Vorhang, erklingen plötzlich sehr laute Beats. - Die Aftershowparty hat umgehend begonnen und zieht uns in den Bann. Die Djs am Pult legen ein perfektes OldSchool-Electro-Set hin, das uns mit der Zunge schnalzen lässt und uns in „alte“ Zeiten zurück versetzt. - Der passende Ausklang für einen schönen Abend. Setlist IN STRICT CONFIDENCE 01. intro
02. my despair
03. promised land (clubmix)
04. seven lives
05. this is all
06. forbidden fruit
07. set me free
08. away from here
09. silver bullets
10. closing eyes
11. herzattacke (clubmix)
12. zauberschloss (extended)
13. engelsstaub

 

[Falk Scheuring]

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Die Veranstaltungsbranche liegt seit Monaten brach - Zeit genug in dieser verdammten Zwangspause um auch Möglichkeiten auszuloten, unter denen eine Veranstaltung unter den vorgegeben Hygieneregeln möglich sind. Vor allem nachdem es im Bundesland Sachsen Lockerungen gab und die grundsätzliche Möglichkeit von Events mit bis zu 1000 Teilnehmern gesetzlich geschaffen wurden. So war das Team um Manager Steven Dornbusch (Newado Entertainment) tätig und erschuf ein Konzept, um ein Konzert, nein ein ganzes Konzertwochenende auf die Beine zu stellen: Tag 1 Techno mit "Gestört Aber Geil" und Tag 2 Oi-Punkrock/Deutschrock mit Goitzsche Front. Das Ganze, mit dem Einverständnis der Ämter in der Genehmigung, sogar ohne verpflichtenden Mund-Nase-Schutz auf dem Gelände!

Wir waren beim Konzert von Goitzsche Front und Support Local Bastards dabei und sehr gespannt, wie auch unser erstes Livekonzert nach langer Zeit sich denn so anfühlen würde.

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FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE geben Autokonzert - Wird dies die neue Form um künftig Konzerte zu erleben?

"Time To Wonder" - Autokinos schießen in Deutschland zur Zeit wie Pilze aus dem Boden. Hannover Concerts und die Agentur event it machen mit einer neuen Veranstaltungsreihe aus der Covid 19-Not eine Tugend und haben diese Idee weiterentwickelt. Gemeinsam bieten die beiden Event-Agenturen unter dem Motto „Autokultur aus Hannover für Hannover“ Autokonzerte an. In diesem Rahmen gaben jetzt FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE in ihrer Heimatstadt zwei ausverkaufte Autokonzerte. 

Zunächst bis zum 31. August dürfen in Deutschland keine Großveranstaltungen stattfinden. An Konzerte, Festivals und Events in ähnlicher Größenordnung ist über den bevorstehenden Sommer also nicht zu denken – jedenfalls nicht im herkömmlichen Format. Unter Berücksichtigung klarer Hygiene-Vorschriften können Besucher auf diese Weise die Konzerte aus dem Auto verfolgen. Einfahrt statt Einlass hieß es und rund 2000 füllten an beiden Abenden den Platz aus. Ausverkauft!
Holger Bücker war als Konzertfotograf vor Ort dabei. Auch für ihn war dies eine ganz neue und in dieser Form ungewohnte Erfahrung und spannende Aktion, wie er uns berichtet:

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LINDEMANN live in Leipzig 2020 - Ein Till als Meister bizarrer Kunst in Hochform

LINDEMANN auf Europatour 2020
14.02.2020 Haus Auensee Leipzig // Support: JADU ++ ASTHETIC PERFECTION

Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) & der RAMMSTEIN-Fronter Till Lindemann - gemeinsam bilden sie das Projekt "LINDEMANN". Just am Valentinstag sorgte das Duo in Leipzig für ein auf den Rängen und im Parkett krachend volles Veranstaltungshaus.

Die Show drehte sich dann auch im weitesten künstlerischen Sinne um (körperliche) Liebe, Selbstzweifel und Wahn. Jene glücklich mit einem Ticket gesegneten Besucher, des vor Monaten innerhalb von Minuten ausverkauften Konzerts, wollten jedenfalls ein aus dem normalen Rahmen fallendes Konzertereignis erleben und bekamen dies geliefert: Wer Till Lindemann nur ein wenig kennt und echte Fans sowieso, konnte auch ohne Spoilern der vorangegangenen Shows bereits erahnen, dass ihn eine Grenzerfahrung erwartet. Bei einigen Unbedarften dürfte die in weiten Zügen recht skurrile bis bizarre (Rock)Show für großes Erstaunen bis teilweises Entsetzen gesorgt haben. Die strikt durchgesetzte P18-Einlassorder jedenfalls hatte ihre volle Berechtigung. Trägt die Musik selbst sehr rammsteinige Züge, so lässt sich LINDEMANN`s Kunst mit "Strikt ohne Feuer, dafür mit mehr Sex!" zusammenfassen, greift damit aber zu kurz.

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Feuer und Flamme: SABATON - The Great Tour 2020 mit APOCALYPTICA und AMARANTHE in Leipzig

Am 19. Juli des Vorjahres veröffentlichten die schedischen Schwermetaller SABATON ihr Album „"The Great War". In der Folgewoche chartete es weltweit und errang in ihrer Heimat, in der Schweiz und Deutschland auf Anhieb Platz 1. Passend dazu kündigten sie ihre „"The Great Tour"“ quer durch Europa an. Aufgrund der großen Nachfrage setzten sie kurzerhand einen weiteren Gig in Europa an: Leipzig.
Eröffnet wurde der Abend von der aufstrebenden schwedisch-dänischen Melodic-Death-Metal-Band AMARANTHE. Als zweite Vorband und Special Guest musizierten die legendären Cello-Rocker von APOCALYPTICA außerdem gemeinsam mit SABATON. Wir waren für euch dabei und erlebten ein Package aus drei fulminaten skandinavischen Bands!

30.01.2020, Leipzig - Quarterback Immobilien Arena in Leipzig

Sabaton-Galerie >>>>
Fotocredit Falk Scheuring

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