MARILYN MANSON erstes Konzert in Leipzig nach 15 Jahren - The Hell Not Hallelujah-Tour 2015

Geschrieben von HELL-ZONE. Veröffentlicht in Photoreports 2015

Marilyn Manson Copyright2015 AlexanderJung 000305.11.2015 Haus Auensee in Leipzig - ‚The Hell Not Hallelujah‘ - Große Eröffnungsshow des Deutschland- und Europa-Parts gestern in Leipzig. (Rock)Star MARILYN MANSON aus den USA hatte zu seinem ersten von insgesamt nur vier Deutschlandkonzerten gerufen. Und seine Jünger erschienen in Scharen. Über 3000 waren es, die zuerst einmal geduldig am Einlass eine mehrere hundert Meter lange Schlange bildeten, während beim Kartenverkauf leer ausgegangene Fans vor der ausverkauften Halle händeringend nach Tickets Ausschau hielten.

Nur kurz nach Verkündung und somit seit Monaten waren die für seine Verhältnisse vergleichsweise kleinen Konzertlocations in kürzester Zeit restlos ausverkauft. Wegen der im Vorfeld großen Nachfrage, wurden im Haus Auensee auch die oberen Besucherränge geöffnet. Somit bildete sich bei einem umherschweifenden Blick in die runde eine beeindruckende Fan-Kulisse.

Bereits zur Supportband TÜSN drängte man sich dicht an dicht. TÜSN wussten mit ihrem Indie-Pop zwar gekonnt die Zeit bis zum Hauptact für die Wartenden zu überbrücken. Mit Schlagzeug, Bass, ganz viel Synthesizer und deutschsprachigem Gesang konnte das Berliner Trio um Sänger Snöt, bei dem hier und an dieser Stelle auf härtere musikalische Gangart eingestellten Publikum kaum punkten. Bei dem Song „Schwarzmarkt“ mit der markanten Textzeile "Reden ist Silber, Tanzen ist Gold" kam dann doch so etwas wie Stimmung an einigen Stellen im Saal auf. Die Band sollte man weiter beachten!

Marilyn Manson Copyright2015 AlexanderJung 0004Dichteste Nebelschwaden, zuckende abwechselnd rot-weiß gleißend helle Flashlights und eine lautstarke skurrile Songmischung aus Country und Hip Hop kündigen die beginnende Show des selbsternannten Antichrist Superstars an. Und dann ist er leibhaftig da. Frenetischer Jubel brandet auf, als MARILYN MANSON, bewaffnet mit seinem Messer-Mikro, in den alleinig auf ihn gerichteten Lichtkegel eintritt und das Konzert seiner ‚The Hell Not Hallelujah‘-Tour mit dem Stück „Deep Six“ startet. Was folgt ist eine Show mit einem Künstler in Hochform. Auffällig oft nimmt er direkten Kontakt zu den Fans auf. Bereits zu Song Nummer Zwei „Disposable Teens“ ist er direkt bei der ersten Reihe und verkündet: „Hey Leute fünfzehn Jahre ist es her, dass ich in dieser Stadt war, wurde mal wieder Zeit – Leeeeipzig!!!!“ Das Publikum feiert, jubelt pogt und die Temperaturen im Saal steigen parallel zu Dampfsauna-Feeling an. Der Herr hat sein aktuelles Album „The Pale Emporer“ zu vermarkten. Erstaunlicherweise legt er den Fokus bei der Songauswahl aber gar nicht so stark auf sein aktuellstes Werk, zelebriert stattdessen Stücke aus seiner gesamten Laufbahn. Die wirklichen „Schockmomente“ früherer Jahre sind zwar verflogen, doch brilliert man mit einer bis ins Detail ausgefeilten und auch lichttechnisch beeindruckenden Show. Seine Bandmitglieder an Drums, Gitarre und Bass bildeten übrigens nur Beiwerk und wurden im gesamten Verlauf nie direkt in Szene gesetzt. Nach jedem Song, nachdem der Beifall abgeklungen war, legte sich eine seltsam wirkende Stille über die für gefühlte minutenlang stark abgedunkelte Bühne und die Fans hielten in Spannung gebannt inne. Dann taucht Manson zum Beispiel auf Stelzen auf und das Auensee scheint zu den einsetzenden Gitarrenwänden und mit voller Energie der Massen erneut förmlich in Licht und Sound zu explodieren. Eines der Highlights ist natürlich, wenn er mit brennender Bibel auf seine erhöhte Kanzel steigt und zu den Fans herab schauend den „Antichrist Superstar“ zelebriert. Nach dem Stück „Coma White“ blieb die Bühne erleuchtet und erst langsam realisiert die Masse, dass dies nach 90 Minuten das Ende der Show markiert. Brian Hugh Warner, dass war ganz großes Kino!!Marilyn Manson Copyright2015 AlexanderJung 0002
Während sich Manson wahrscheinlich schon fast direkt auf den Weg zu seiner nächsten Konzertstation nach Berlin machte, umlagerten die Fans den Merchandise-Stand, der mit einiger Auswahl lockt, aber auch ein hohes „Preisgefüge“ aufweist - 35 € für ein Shirt sind schon ordentlich.

Zum Schluss noch ein Tipp: „The Pale Emporer“, das aktuelle und endlich wieder sehr authentisch, inspiriert wirkende MARILYN MANSON-Album,  macht so richtig Eindruck beim Hörer. Es bekommt deshalb noch einmal unsere Kaufempfehlung. Obwohl diese Erwähnung hier an dieser Stelle wohl überflüssig sein müsste, weil jeder Mansonianer die Scheibe ohnehin schon seit Monaten sein Eigen nennen dürfte…. ;-)

Setlist Leipzig

01 Intro-Stücke
02 Deep Six (The Pale Emporer)
03 Disposable Teens (Holy Wood)
04 mOBSCENE (The Golden Age of Grotesque)
05 No Reflection (Born Villain)
06 Cupid Carries a Gun (The Pale Emporer)
07 Sweet Dreams (Are Made of This)- Eurythmics cover (Smells Like Children EP)
08 Angel With the Scabbed Wings (Antichrist Superstar)
09 Cruci-Fiction in Space (Holy Wood)
10 Irresponsible Hate Anthem (Antichrist Superstar)
11 The Dope Show (Mechanical Animals)
12 Antichrist Superstar (Antichrist Superstar)
13 The Beautiful People (Antichrist Superstar)
Zugabe:
14 Coma White (Mechanical Animals)

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