EBM - Electro und Synthpop - Das E-TROPOLIS 2017 zog Fans von stromerzeugter Musik in Massen

Geschrieben von HELL-ZONE. Veröffentlicht in Photoreports 2017

E-tropolis Electro-Festival Oberhausen 2017 Foto: Alex Jung E-tropolis Electro-Festival Oberhausen 2017 Foto: Alex Jung

E-tropolis Festival 2017
18.04.2017 Turbinenhalle Oberhausen

FRONT 242 ++ COVENANT ++ AGONOIZE ++ NEUROTICFISH ++ SOLAR FAKE ++ SOLITARY EXPERIMENTS ++ FADERHEAD ++ TYSKE LUDDER ++ [X]-RX ++ IN STRICT CONFIDENCE (OLD SCHOOL SET) ++ THE INVINCIBLE SPIRIT ++ CENTHRON ++ CRYO ++ AMNISTIA ++ WULFBAND

Hinter uns liegt das E-tropolis Festival. EBM hat im Ruhrgebiet bekanntlich eine lange Tradition. Selbst die Urväter dieses Musikstils und gleichzeitig Headliner des Abends FRONT 242 beziehen sich immer wieder auf ihre Shows in diesen Gefilden. So war es kein Wunder, dass sich die großzügige Location mit zwei Bühnen bereits am frühen Nachmittag gut gefüllt zeigte. Bei 15 Acts war es müßig jede Show mitzunehmen, sodass wir uns auf eine Auswahl konzentriert haben.

Foto-Galerien 2017 >>>  Fotograf Alex Jung

AmnistiaNeben großen Namen hatten überregional weniger bekannte Acts wie AMNISTIA oder [X]-RX die Gelegenheit sich zu beweisen. Speziell das erstgenannte Leipziger Trio konnte als Festival-Opener zweifelsfrei überzeugen. Tino Claus und Mannen zeigten eindrucksvoll, wie Electro im Jahre 2017 klingen kann. - Dies stieß in Oberhausen auf offene Ohren.
Zu den Nachmittagshighlights zählte für viele Besucher die Vintage Show von IN STRICT CONFIDENCE. Mit der Performance verschrieb sich die Band trotz aktuellem Album ausschließlich ihren Werken, welche älter als 10 Jahre sind. Mit den alten Hits wie „Zauberschloss“ oder „Kiss Your Shadow“ hatten Dennis Ostermann und Jörg Schelte die Menge unmittelbar im Griff.

Den Sympathiepreis hatten natürlich wie immer die Jungs von SOLITARY EXPERIMENTS bereits im Vorfeld abgestaubt. Ihre Future Pop-Hymnen verfehlten die Wirkung nicht.Solitary Experiments
Mit reichlich technischen Problemen hatte man auf der zweiten Bühne zu kämpfen. Nachdem sich CRYO fast die gesamte Show selbst nicht hören konnten, hatte auch FADERHEAD starke Probleme mit seinen neuen In Ears (kabellose Kopfhörer). Dies tat der Stimmung aber dennoch keinen Abbruch.
Gewohnt blutig und mit Feuerfontänen ging es bei AGONOIZE zu. Das Berliner Aggrotech Duo um Chris L. kann man mittlerweile als Erfolgsgarant ansehen.
Solitary ExperimentsDeutlich experimenteller zeigten sich erneut COVENANT. Neben den Songs vom aktuellen Album „The Blinding Dark“ hatten es viele alte vertrackte Stücke aus der frühen Bandgeschichte in das Set geschafft. Diese waren nicht immer für das tanzwütige Publikum geeignet. Dennoch, die geballte Ladung aus Sound, Licht und Nebel wirkte absolut beeindruckend.
Wesentlicher Grund für uns die lange Reise nach Oberhausen anzutreten, war natürlich die Headliner Show von FRONT 242. Kaum ein Fan glaubt heute noch an ein neues Album der Belgier, dennoch hat die Band Spaß auf der Bühne und variiert ihren Sound von Show zu Show. So war beispielsweise das bereits seit den 90ern etablierte Intro „Happiness“ im neuen Gewand zu hören. Speziell Richard 23 zeigte sich agil und in Höchstform auf der Stage. Bei Klassikern wie „Quite Unusual“ oder „Headhunter“ bewies Jean-Luc De Meyer warum seine Stimme zum unverwechselbaren Sound der Band über die vielen Jahrzehnte beiträgt. Das extatische Konzert- und Festivalfinale gehörte dann erneut Richard 23 mit „Punish Your Machine“.FRONT 242

Als Fazit bleibt zu sagen: Nach dem das E-tropolis vor fast sieben Jahren turbulent in Berlin startete, hat es in Oberhausen seine Heimat gefunden. Rundum war es ein gut organisiertes und professionelles Event. Zu wünschen wäre für die Zukunft, dass man beim Booking noch etwas mutiger wird und wie beim AMPHI FESTIVAL hin und wieder Experimente eingeht.
Das nächst E-tropolis findet am 17. März 2018 statt.

Foto-Galerien E-Tropolis 2017 >>>  Fotograf Alex Jung

www.etropolis-festival.de

 

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